Mobilcom-Gründer ist pleite

Gerhard Schmid hat ein Insolvenzverfahren über privates Vermögen beantragt; Ex-Manager angeblich mit rund 300 Millionen Euro verschuldet

Der Ex-Chef und Gründer des angeschlagenen Telefonunternehmens Mobilcom, Gerhard Schmid, ist pleite. Wie seine Sprecherin in Frankfurt am Main mitteilte, beantragte Schmid am Freitag beim Amtsgericht Flensburg ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung.

Grund sei die „drohende Zahlungsunfähigkeit bei einem sich weiter fortsetzenden Wertverfall der Mobilcom-Aktien“. Sie betreffe das private Vermögen des Firmengründers, insbesondere das Aktienpaket, Gebäude und Grundstücke. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Hamburger Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Otto Gellert bestellt. Medienberichten nach steht Schmid mit rund 300 Millionen Euro in der Kreide. Ein großes Bauprojekt Schmids in Kiel sei auf Eis gelegt.

Der Manager und die Firma seiner Ehefrau halten zusammen etwa 42 Prozent der Mobilcom-Anteile. Das Aktienpaket wird derzeit jedoch treuhänderisch von Helmut Thoma verwaltet. Zudem ermittelt die Kiler Staatsanwaltschaft gegen den Mobilcom-Gründer wegen möglicher Untreue zum Nachteil Mobilcoms.

ZDNet liefert in einem Spezial Aktuelles und Hintergründe zur Mobilcom-Krise.

Kontakt: Mobilcom, Tel.: 04331/6900 (günstigsten Tarif anzeigen)

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1 Kommentar zu Mobilcom-Gründer ist pleite

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  • Am 17. Februar 2003 um 16:06 von Chris Schulz

    Richtig so, Betrügern gehört das Handwerk gelegt
    Da habe ich Jahre drauf gewartet dass dieser Betrüger vor die Hunde geht. Mein erster Handyvertrag war bei Mobilcom, da war die Firma noch frisch. Dann hatte ich Probleme. Am Telefon wurde ich abserviert, unfreundlich behandelt, eben ein lästiger Kunde der nicht in ein aufstrebendes Unternehmen passte. Ich kündigte die Karte wegen Vertragsverletzung von Mobilcom nach zig Telefonaten per Einschreiben, was angeblich nie ankam. Benutzte die Karte auch nicht mehr. Dennoch kam dann irgendwann eine Forderung von über 3600 DM. Komischerweise war die Oktobergesamtrechnung (also alle angesammelten "offene" Betraege) höher als die Novembergesamtrechnung, obwohl ich mit der Karte gar nicht mehr telefonierte. Erste Instanz, Halbgott in schwarz, dumm , blöde und gefraessig, wie man es von jungen Richtern eben kennt, habe verloren. Berufung dann gewonnen. Will aber nicht wissen, wieviele Kunden von Mobilcom beschissen wurden, und die Firma durch betrügerisch erworbene Gelder so gross wurde.

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