Opera stopft Sicherheitslöcher

Version 7.01 soll der Spionage ein Ende machen

Wenige Tage nach Veröffentlichung des Opera-Browsers 7.0 sind sieben Sicherheitslöcher bekannt geworden. Opera hat diese geflickt und stellt nun die Version 7.01 zum kostenlosen Download bereit.

Durch die Lücken in der Vorgängerversion soll es möglich gewesen sein, Dateien und Verzeichnisse auf dem PC des Users zu lesen und seinen E-Mail-Verkehr zu überwachen. Der Fehler „Phantom of the Opera“ war durch Lücken in der Javascript-Konsole möglich geworden. Außerdem soll es durch die integrierte Version „What’s next“ für Betreiber von Web-Sites möglich gewesen sein, die vorher und nachher besuchten Sites eines Users ausfindig zu machen. Dabei handelt es sich nicht um den schon bekannten „HTTP_REFERER“, der gewöhnlich in den Logs eines Servers auftaucht. Es wird vielmehr die zuletzt besuchte URL angezeigt, selbst wenn der Opera-User nicht direkt von dieser auf die neue Site gesprungen ist.

Die Firma Greymagic, die sieben Fehler in der neuen Version aufgedeckt hatte, sparte nun nicht mit Lob: Innerhalb von fünf Tagen habe Opera reagiert und die neue Version zum Downlaod bereit gestellt. Sämtliche beschriebenen Probleme seien damit beseitigt.

Neu in der Version 7.0 ist die Rendering-Engine, auf die das Programm modular aufbaut. Unterstützt werden alle derzeit gängigen Standards, darunter DOM (Document Object Model) Level 2, Dynamic HTML, CSS1 und extended CSS2 sowie ECMA-Script. Überarbeitet wurde der Support von HTML 4.01 sowie von WML 1.3 und 2.0. Dadurch komme es laut Angaben des Herstellers zu einem schnelleren Seitenaufbau, der mittels DHTML auch mit „non-standard-pages“ zu Recht kommt.

Der neue integrierte Mail-Client in Opera M2 soll automatisch die eingehende Post durch die Absenderadresse kategorisieren und sortieren können. Außerdem verfüge der Mail-Client über einen Spam-Filter. Mit den Features „Quick Reply“ und „Quick Find“ könnten Anwender noch schneller auf E-Mails antworten und passende Mails im Postfach finden. M2 unterstütze POP3, IMAP und ESMTP.

Mit dem Feature „Small-Screen Rendering“ könnten Website-Entwickler sich außerdem ihre Webseiten so betrachten, als hätten sie nur einen kleinen Bildschirm zur Verfügung. Auch die Navigation Bar wurde komplett überarbeitet und mit neuen Features ausgestattet.

ZDNet bietet die englische Final-Version von Opera 7 für Windows 98, NT, 2000, ME und XP
zum kostenlosen Download an.

Kontakt: Opera Software, Tel.: 004723/234870 (günstigsten Tarif anzeigen)

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1 Kommentar zu Opera stopft Sicherheitslöcher

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  • Am 5. Februar 2003 um 19:30 von Navid Zamani

    Beispielhaft…
    Daran könnten sich diverse andere firmen ein beispiel nehmen…<br />
    <br />
    Jetzt exisitern nur noch ein paar DOM und JavaScript-bugs, von denen ich leider nicht sagen kann ob sie standard-konforme fehlanzeigen sind oder nicht, da opera keine fehlermeldung ausgibt…

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