Brüssel untersucht ab Donnerstag Staatshilfe für France Télécom

Zugesicherte neun Milliarden Euro Unterstützung könnten gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen

Die EU-Kommission wird am Donnerstag eine Untersuchung zu den milliardenschweren Staatshilfen für den französischen Telefonkonzern France Télécom einleiten. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus EU-Kreisen in Brüssel. Die EU-Wettbewerbshüter wollen demnach prüfen, ob die zugesicherten neun Milliarden Euro Unterstützung für das Unternehmen gegen Wettbewerbsrecht verstoßen.

Die Pariser Regierung hatte im Dezember die Hilfe für das hoch verschuldete Unternehmen angekündigt, sieht darin allerdings keine anmeldungspflichtige Staatshilfe. Die Gelder sollen über ein öffentliches Unternehmen fließen, das im Gegenzug die Mehrheit an France Télécom übernimmt. Mit dieser Konstruktion hatte Paris verhindern wollen, dass die Brüsseler Kartellhüter den Fall untersuchen. Der französische Staat hält derzeit noch 56,4 Prozent an France Télécom. France Télécom hatte zuletzt knapp 70 Milliarden Euro Schulden.

Verursacht wurde die Finanzkrise unter anderem durch den teuren Fehlschlag beim Kauf einer deutschen UMTS-Lizenz und die daraus folgenden Beinahe-Pleite des Partners Mobilcom (Börse Frankfurt: MOB). ZDNet liefert in einem Spezial Aktuelles und Hintergründe zur Mobilcom-Krise.

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