Via kündigt C3-CPU mit Verschlüsselungstechnik an

Der ein GHz-Chip soll 35 Dollar kosten und in Multimedia-Anwendungen 50 Prozent mehr Leistung bringen als der Vorgänger-Prozessor

Via Technologies hat einen neuen C3-Prozessor mit einem Datensicherheitsfeature namens „Padlock“ (übersetzt „Vorhängeschloss“) angekündigt. Der ein GHz getaktete Neuling soll Via nach bereits Ende Januar ausgeliefert werden.

Der Chip ist laut den Angaben mit einem numerischen Zufallsgenerator ausgestattet. Das Tool wird häufig bei der Dateiverschlüsselung benutzt. Software-Hersteller bekommen von Via ein Entwicklungs-Tool, um entsprechende Anwendungen für das Sicherheitsfeature schreiben zu können. Dann sollen sich Dateien schnell und sicher verschlüsseln lassen.

Mehr Datensicherheit wird in der Industrie verlangt, nachdem erst vor kurzem wieder eine MIT-Studie gezeigt hatte, wie leicht es ist, von alten Festplatten sensible gelöschte Daten wiederherzustellen.

Chiphersteller wie Intel (Börse Frankfurt: INL) und Transmeta haben ebenfalls reagiert und in ihre Produkte verstärkt Sicherheitsfeatures integriert. Der weltgrößte Halbleiterhersteller bietet seit einiger Zeit bereits in seinen Chipsätzen Zufallsgeneratoren an. Doch auch Intel will in Sachen Sicherheit aufrüsten. „La Grande“ heißt eine neue Technologie, die Teil eines neuen P4-Chipsatzes sein soll. Durch ein bestimmtes Verfahren sollen Festplatten vor Unbefugten geschützt und die Daten nur noch verschlüsselt zwischen den PC verschickt werden. Auf der Festsplatte selbst blieben die Daten jedoch weiterhin ohne Verschlüsselung vorliegen, so Intel. Auch Transmeta plant ähnliche Sicherheitsfeatures für seine Crusoe-Prozessoren.

Via hingegen ist vom seinem C3-Neuling überzeugt. Durch den Prozessor „ist eine schnell und hohe Verschlüsselung“ möglich, so Vias associate Vice President Richard Brown. Der Halbleiter sei bei Geschäftsanwendungen rund 20 Prozent leistungsfähiger als sein Vorgänger. Bei Multimedia-Applikationen verspricht Via sogar 50 Prozent mehr Performance.

Für den Neuling wollen die Taiwaner 35 Dollar pro Stück haben. Des entspricht dem gleichen Preis wie dem Vorgänger. Damit liegt Via außerdem unter Intels Celeron-Preis. Hier beginnen die Chips erst mit 54 Dollar.

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2 Kommentare zu Via kündigt C3-CPU mit Verschlüsselungstechnik an

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  • Am 21. Januar 2003 um 19:17 von RipClaw

    TCPA
    Dieses Sicherheitsfeature ist doch nur mal wieder eine Umschreibung für TCPA.<br />
    Mit Datensicherheit hat das nicht’s zu tun.<br />
    <br />
    http://www.againsttcpa.com

    • Am 24. August 2003 um 18:07 von ManInTheMiddle

      AW: TCPA
      Jein ;). Das ist Auslegungssache. Welcher Programmierer träumt nicht von einem echen RNG den man mit nur einem Befehl abrufen kann. Zumal VIA meines Wissens nach kein TCPA (=NGSCB) Mitglied ist; Vielleicht bin ich aber nicht auf dem Laufenden. Aber früher oder später wird es _nur_ noch TCPA konforme Geräte geben. Geld regiert die Welt und somit werden sich alle namhafte Hersteller dem ‚Willen‘ der Großen (MS, Compaq&HP, Intel, AMD) beugen. Auch Linux wird nicht TCPA-frei bleiben. Früher oder später wird jedes Motherboard mal eingehen und es muss ein neues und TCPA konformes gekauft werden.

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