Rechenzentren in NRW stellen auf Linux um

2004 soll laut Techconsult-Studie bundesweit 31 Prozent der Verwaltungen auf Linux umgestiegen sein

Die Stadt Neuss arbeitet seit November damit, das statistische Landesamt in Köln seit dem Sommer und auch das Düsseldorfer Oberlandesgericht schwört auf die Alternative zu Microsofts (Börse Frankfurt: MSF) Windows: Linux. Während Kommunen noch zögerlich sind, steigen laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ in Nordrhein Westfalen immer mehr Bundesbehörden auf die Gratis-Software um.

Auch die Bundesregierung ist von dem kostengünstigeren Betriebssystem überzeugt, und rüstet derzeit Finanzministerium, Bundestagsverwaltung, Bundesamt für IT-Sicherheit, Monopolkommission und das Innenministerium um.

„Ein ideales Produkt in Zeiten knapper Haushaltskassen“, zitiert das Blatt den Projektleiter für den Linux-Umstieg beim OLG in Düsseldorf. An 14 Standorten landesweit habe man Linux-Rechner bereits in Betrieb.

Um den Umstieg auch anderen zu erleichtern, hat der Innenminister im Juni vergangenen Jahres eine Kooperation zur „Förderung von offenen Computerbetriebssystemen und Software in der öffentlichen Verwaltung“ ins Leben gerufen. Durch einen Rahmenvertrag mit IBM Deutschland und Suse Linux sollen Bund, Länder und Kommunen günstig an Hard- und Software gelangen.

In einer Studie von Techconsult rechnet man damit, dass bis 2004 bundesweit 31 Prozent der Verwaltungen auf Linux umgestiegen sind. Auch die EU hatte laut der Zeitung eine ähnliche Prognose abgegeben.

Kontakt: Microsoft, Tel.: 089/31760 (günstigsten Tarif anzeigen)

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Neueste Kommentare 

7 Kommentare zu Rechenzentren in NRW stellen auf Linux um

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  • Am 18. Januar 2003 um 1:20 von Arne Kösling

    Die Krankheit wird ausgemerzt.
    Gegen die Krankheit Palladium, die ein folgenschweres TCPA Syndrom nach sich ziehen könnte, hilft doch immer noch am besten die Einnahme von ein bis zwei Linux, kurz vor Arbeitsbeginn.

  • Am 18. Januar 2003 um 9:32 von arni

    keine chance für microsoft
    das hört sich doch alles schonmal ganz gut an. ein weltweiter trend und deutschland zieht ausnahmsweise mal am selben strang. <br />
    nur noch eine frage der zeit, bis linuxbasierte desktop-systeme auch beim privatanwender windows ablösen…

  • Am 18. Januar 2003 um 12:32 von n8mare

    LINUX in Behörden
    Gute Idee. Damit wird man diesen Bootsektorvirus mit buntem Tastaturtreiber aus Redmont vielleicht aus den Amtsstuben verbannen, allerdings allein damit das Monopol nicht brechen…..leider.

  • Am 18. Januar 2003 um 15:19 von Northwolf

    Es wird auch langsam Zeit!!
    Erst die Behoerden, dann die Schulen und denn Joe Konsumer. Dann auch noch OpenOffice/StarOffice und die einzigen "Windows" im Buero/zu Hause sind die, die Fenster sind.;-)

  • Am 18. Januar 2003 um 21:24 von Bärbel Klaus :-p

    Rechenzentren in NRW stellen auf Linux um
    MS = "MuffenSausen"?<br />
    <br />
    Endlich kommt mal Bewegung in diesen Markt. Ich begrüße die Deutsche Umstellung, nicht nur weil es dem Steuerzahler Geld spart, sondern da deswegen auch neue Impulse zu erwarten sind was die Benutzerfreundlichkeit der jungen Unix-Cousine betrifft, denn ich nehme doch stark an daß den Beamten da nicht die Rohversion auf den Schreibtisch geknallt wird. Darf ja nicht so viel Arbeit machen.<br />
    <br />
    Linux muß endlich mal raus aus der Pizzaresteschachtelecke verdreckter Kinderzimmer mit arroganten kleinen Monstern deren Lebenszweck es anscheinend ist, ihre Verhaltensstoerungen ins Netz hinauszukotzen, am liebsten natürlich auf verunsicherte MS Benutzer welche bis jetzt halt auch keine große Lust hatten sich mit zeilenlangen Codes herumzuschlagen. Besagte Spezies, welche auch wenn sie denn mal aus der Puptertät gekrochen kommen ihre narzißtisch kleine Gottheitsneurose nicht komplett ablegen und im Web in entsprechenden Foren Gruppenmasturbation betreiben, haben nämlich der Entwicklung von Linux *sehr* geschadet, und zwar proportional zur MS(User) verachtenden Hysterie, mit der sie Linux propagiert haben und das munter auch noch tun, wie man nebenan sieht. Geschadet deshalb, weil auch User und Userinnen wie ich z.B. schon neugierig sind, und wir sind Millionen, aber der Gedanke daß wenn man mal Hilfe braucht sich irgendwelchen pickligen Tölen unterwerfen muß, samt ihrer angestauten 3ZimmerKücheBad-Häme, ist halt doch schon sehr abtörnend. Also zahlen wir brav weiter für Amerikanische Qualität, was ja an sich schon traurig ist, und wegen der Monokultur noch weiter in den Minusstand gedrückt wird.<br />
    <br />
    Aber, mit dem Deutschen Großauftrag keimt ja sowas wie Hoffnung daß aus dem Therapiebastelprogramm noch was brauchbares wird, und zwar auch für die, die gerne Auto fahren, aber sich das eben nicht erst selbst bauen wollen müssen. <br />
    <br />
    Bin mal gespannt was den Redmondern jetzt einfällt, denn so einfach werden die sich natürlich auch nicht endlösen lassen wollen. Die müssen da jetzt aber gleich ran, denn über die Jahre hat sich so viel Negativität aufgestaut, daß das durchaus das Signal des Anfangs des Endes sein könnte…<br />
    <br />
    Tja, da lag mir wohl einiges auf dem Herzen, denn jetzt gehts mir irgendwie besser:-)

  • Am 20. Januar 2003 um 8:37 von Wolfgang

    Da bin ich ja mal gespannt…
    Hallo,<br />
    <br />
    als Mitarbeiter einer IT-Abteilung, welche für die IT- und Verfahrensbetreuung komunaler Verwaltungen zuständig ist, sehe ich diese Entwicklung als einen positiven Trend. Einerseits. Andererseits könnte die Einführung von Linux auch durchaus zu einem teuren Flopp werden. <br />
    Unser Unternehmen ist z.B. an der Verfahrensbetreuung von ca. 80 teils eigener, teils Fremdverfahren beteiligt. Zieht man hierbei in Betracht, dass bestimmt 70% dieser Verfahren auf eine Microsoft-Umgebung aufsetzen ist wohl nicht schwehr zu erraten wo ich das Problem sehe… <br />
    Es bestreitet niemand, das sich für das Office-Packet von Microsoft glänzende Alternativen finden lassen, aber man nehme einfach einmal das Beispiel SAP/Navision Financials. Nach und nach stellen alle Städte und Kommunen auf diese sogenannten "integrierten Systeme" um um ihre Bürgerdaten sowie Einnahmen und Ausgaben auf eine moderne Art und Weise zu verwalten und zu steuern. Solche Programme erfordern große Investitionen und es gibt leider keine gleichwertigen Linux-Ersatzprodukte. Dies ist nur ein Beispiel. Ähnlich sieht es bei vielen Nischen und Spezial-Lösungen aus.<br />
    <br />
    Natürlich wäre es möglich ein Terminal-Server System zu fahren, was aber wiederum ungeheure Kosten verursachen würde: Leistungfähige Server, Lizenzkosten z.B. Citrix Schulungen für tausende Mitarbeiter, etc<br />
    <br />
    Das Problem der Verwaltungen ist, dass sie die Kosten einer derartigen Umstellung niemals in ihrem Haushalt unterbringen könnten.<br />
    <br />
    Landesbehörden haben hier ganz andere Vorraussetzungen. Zum ersten ist da, wo Politiker sich auf hoher Ebene profilieren können, immer einiges an Geld locker zu machen, zum anderen ist es vergleichsweise sehr viel einfacher ein paar Office-Systeme auf ein Linux-Derivat unmzustellen.<br />
    (Man verzeihe mir vielleicht diese Naivität)<br />
    <br />
    Mit kritischem Blick auf die euphorischen Berichterstattung (siehe "Profilierung") aber nicht ohne Hoffnung und mit der Bitte um konstruktive Ideen,<br />
    <br />
    MFG<br />
    <br />
    Wolfgang

  • Am 24. Januar 2003 um 10:26 von Heiko Pohl

    Rechenzentren in NRW stellen auf Linux um
    Ich habe so viel mit den Behörden <br />
    zu tun und das große Problem hierbei wird sein, dass nahezu alle technischen Dokus und Produkte von Linux in Englisch sind. Da bei den Behörden keiner bereit ist ander sprachig zu kommunizieren bzw. Software zu installieren, wird dieses Projekt meines Erachtens scheitern. <br />
    <br />
    Unabhängig von den hohen Admin Kosten welche ja bereits der Bundestag seit der Umstellung hat. Die Lizenz ist kostenlos aber der Personalaufwand <br />
    ist im Vergleich viel, viel kostenintensiver.

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