Schweiz testet IT-System zur Überprüfung von Fluggästen

Fotografien der Gesichter werden mit Datenbank abgeglichen

Die Schweiz testet ein elektronisches Erkennungssystem, das die Gesichter von Reisenden mit den gespeicherten Daten von Verdächtigen vergleicht. Dazu würden am Züricher Flughafen Kloten zunächst etwa 200 Menschen am Tag kontrolliert, sagte Polizeichef Ulrich Neracher.

Die Gesichter der ankommenden Verdächtigen würden fotografiert und die digitalisierten Bilder in eine Datenbank aufgenommen. Sollten die biometrischen Daten mit dem Bild eines bereits gespeicherten Verdächtigen übereinstimmen, erscheine dessen Foto auf dem Bildschirm.

Das System soll es laut Neracher ermöglichen, bereits abgelehnte Asylbewerber bei einer erneuten illegalen Einreise in die Alpenrepublik aufzugreifen und auszuweisen. Der Probelauf ist zunächst bis Ende März geplant. Damit das Erkennungssystem „FAREC“ („Face Recognition“) an Schweizer Flughäfen regelmäßig installiert werden darf, muss das Schweizer Parlament zunächst ein geplantes neues Ausländergesetz absegnen, das die elektronische Überwachung von Reisenden erlaubt. Ein ähnliches Überwachungssystem ist seit mehreren Jahren am Londoner Flughafen Heathrow im Einsatz.

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