DAB schließt sämtliche Anlagecenter

Unternehmen erhofft sich Einsparungen von jährlich drei Millionen Euro

Im dritten Jahr der Börsenkrise nimmt die Direktanlagebank (Börse Frankfurt: DRN) weitere tiefe Einschnitte vor, um ihre Kosten zu drücken: Das Münchner Bankhaus hat Presseberichte bestätigt, wonach sämtliche Anlagecenter geschlossen werden sollen. Betroffen sind Niederlassungen in Dresden, München, Frankfurt und Berlin.

„Es ist ebenso schmerzhaft wie notwendig für uns“, zitiert das „Handelsblatt“ eine Sprecherin der Direktbank. Bereits am 20. Dezember sollen die Niederlassungen für immer schließen, betroffen seien über 30 Mitarbeiter, davon elf eigene Angestellte.

Die DAB-Bank hatte im dritten Quartal ein Konzernergebnis nach Steuern und Minderheitenanteilen von minus 15,36 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Dreimonatszeitraum davor waren es noch 12,92 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte von 36,5 auf 39,5 Millionen Euro.
„Unter anderem konnte im abgelaufenen Quartal der Personalaufwand trotz der Kosten durch den Personalabbau und der Erstkonsolidierung der Direktanlage.at auf 13,28 Millionen Euro gesenkt werden“, ließ die Bank noch Mitte November verlauten. Allein in Deutschland habe sich die Mitarbeiterzahl im vergangenen Quartal um 39 auf 572 reudziert, innerhalb eines Jahres seien damit 231 Stellen gestrichen worden.

Weltweit befinden sich die Aktienmärkte seit über 1000 Tagen im Fall. Die Erholungsphasen waren nur kurz, das Börsenjahr 2002 ist in Deutschland das Schlechteste seit dem Zweiten Weltkrieg – trotz der Erholung in den letzten Wochen. Ein ausführlicher Artikel liefert einen Rückblick auf 1000 Tage tiefen Fall.

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