Online-Broker kämpfen ums Überleben

Studie: Im dritten Jahr Jahr der Börsenkrise haben die Broker mit einem gesunkenen Image und weniger Transaktionen zu kämpfen

Wenn sich Deutschlands Online-Broker nicht am Kunden orientieren, werden sie zugrunde gehen: Zu diesem Ergebnis sind die Analysten des Marktforschungs- und Beratungsunternehmen NFO Infratest in der aktuellen Ausgabe ihres „Online Brokerage Monitors Deutschland 2002“ gekommen.

Wie im vergangenen Jahr hätte sich auch in 2002 die negative Entwicklung des Online Brokerage Marktes in Deutschland fortgesetzt. Im Verlauf der letzten sechs Monate brachten es die Bundesbürger, die das Internet für ihre Wertpapiergeschäfte nutzen, im Durchschnitt auf etwa acht online getätigte Käufe oder Verkäufe von Wertpapieren. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 waren es noch mehr als doppelt so viele Online-Transaktionen. Ein Novum: Erstmals hat sich im Jahr 2002 auch die Zahl der Anleger selbst auf aktuell etwa 1,7 Millionen Online-Investoren leicht reduziert, so die Analysten.

Immer weniger wollen zudem Ihre Geschäft über die Internet-Töchter der etablierten Banken abwickeln: Im Jahr 2000 gaben noch zwei Drittel aller Online-Investoren an, den Hauptteil ihrer Wertpapiergeschäfte online über einen der großen vier Anbieter DAB, Consors, Comdirect oder Deutsche Bank 24/maxblue abzuwickeln. Derzeit trifft dies nur noch für die Hälfte aller Online-Investoren zu.

Die Akzeptanzprobleme von Online Brokerage zeigten, dass es zumindest einigen der großen Direct Broker aktuell weniger gut gelingt, den veränderten Bedürfnissen ihrer Kunden gerecht zu werden. Dies treffe ganz besonders für DAB und Consors zu: Zwar stünden diese bei ihren verbliebenen Kunden immer noch recht gut da, trotzdem habe sich der Anteil an „überzeugten

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