Lidl-Lieferant will Stellen abbauen

Computer-Großhändler Actebis entlässt 200 von 2600 Mitarbeitern

Die Actebis-Gruppe teilte mit, man werde bis zum Sommer 2003 europaweit 200 von rund 2600 Arbeitsplätzen abbauen. Man reagiere damit auf die anhaltend schlechte Nachfrageentwicklung im IT-Markt. Michael Urban, Vorsitzender der Actebis Holding, begründet die Maßnahme mit „der Notwendigkeit, die Kosten im Konzern der rückläufigen Umsatzentwicklung anzupassen“. Rund 100 der betroffenen Arbeitsplätze sollen auf die Peacock GmbH & Co KG entfallen.

Die Actebis-Gruppe hatte nach Vorstandsangaben fast ein Jahr lang mit Kurzarbeit in einigen Unternehmensbereichen auf die veränderte Nachfragesituation im Markt reagiert. Diese Maßnahme erscheint der Unternehmensführung nunmehr angesichts der anhaltend schwachen Konjunktur und gleich bleibend pessimistischer Marktprognosen nicht mehr ausreichend. „Personalabbau ist für jedes Unternehmen eine bittere Maßnahme, jedoch manchmal ein unumgänglicher Schritt“, so Urban. Nach Urbans Worten gehe es vor allem darum, den Standort Deutschland für die Actebis-Gruppe wieder profitabler zu machen. Dies bedeutet wohl, dass hierzulande bevorzugt Mitarbeiter gehen müssen.

Für 2002 rechnet das zum Otto-Konzern gehörende Unternehmen mit einem rund zehnprozentigen Umsatzrückgang auf 3,6 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete man noch vier Milliarden Euro. Actebis sorgt auch mit der Marke Targa beim Discounter Lidl für PC-Nachschub.

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