Japans Regierung mustert Windows aus

Das Betriebssystem sei zu unsicher, Suche nach Open Source-Alternative hat begonnen

Microsoft (Börse Frankfurt: MSF) verliert einen weiteren Regierungskunden. Nachdem bereits mehrere europäische Staaten auf das Betriebssystem des Monopolisten verzichteten, darunter – zum Teil – auch Deutschland, sieht sich nun die japanische Regierung nach einem Ersatz um. Das berichten die „Kyodo News“.

Die Behörden in Tokio haben eine Studie in Auftrag gegeben, die die Vor- und Nachteile einer Open Source-Alternative ausleuchten soll. Mit ihrer Veröffentlichung kann für Anfang des kommenden Jahres gerechnet werden. Daraufhin wird, so Beobachter, ähnlich wie in Deutschland die Ausschreibung für örtliche Linux-Provider beginnen.

In Asien haben sich bereits Indien und China für die Ausmusterung von Windows ausgesprochen. In Europa hat zuletzt Norwegen im Juli einen exklusiven Vertrag über den Einsatz von Windows und Office in der öffentlichen Verwaltung aufgelöst. Zuvor hatte auch Frankreichs dem Redmonder Konzern die Freundschaft aufgekündigt, ebenso wie die deutsche Bundesregierung. Diese hatte sich Ende Februar dazu entschlossen, Open-Source-Betriebssysteme auf die Server des Bundestages aufzuspielen. Auf den Clients bleibt aber weiter Windows und Office installiert.

Die Einführung von Linux sei eine strategische Entscheidung, sagte der Vorsitzende der IuK-Kommission Uwe Küster (SPD) damals. Im Sommer hatten zudem die Brüssler EU-Behörden dazu aufgefordert, Open Source-Software gemeinsam zu nutzen, um die schnell steigenden Kosten für Informationstechnologie in den Griff zu bekommen.

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