„Wireless-Problem“ in Argentinien

Die Wirtschaftskrise im Land beflügelt den Diebstahl von Telefonleitungen; Das Kupfer in den Kabeln lockt für den Export

Die Telefone der Wetterstation des argentinischen Flughafens Salta klingeln normalerweise immer. Doch jetzt sind die Leitungen tot, die Telefonleitungen gestohlen, berichten die Medien.

Die Wirtschaftskrise im Land beflügelt den Diebstahl von Telefonleitungen. Die Langfinger sind scharf auf das Kupfer in den Leitungen, das sie als Metallschrott auf dem freien Markt verkaufen. Pro Kabel sind zwischen 100 und 4000 Leitungen enthalten. Insgesamt 2765 Kilometer Kabel sind im vergangenen Jahr laut dem Telecom-Sprecher Pablo Talamoni abhanden gekommen. Begehrt sind vor allem die leicht zu stehlenden Kabel in den ärmeren Regionen des Landes. Hier werden die Leitungen nicht vergraben.

Ein Problem auch für den Chef des lokalen Festnetzanbieters Telefónica Eduardo Mirabelli. „Das sind fast 700 Tonnen Metall, und 500.000 Leute ohne Anschluss“, jammert er.

Für ihn ist klar, dass die Kabel exportiert werden. Den statistischen Angaben des Landes nach, stieg der Kupferexport im ersten Halbjahr 2002 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16,5 Prozent obwohl das Land praktisch keine Kupferproduktion besitzt. Inzwischen haben hat die Untersuchungsbehörde von Argentinien „Administración Federal de Ingresos Públicos“ damit begonnen 33 Kupferexportfirmen genauer unter die Lupe zu nehmen.

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