Antivirus-Team ködert mit Horrormeldungen weiter Dialer-Kunden

Angeblich hat ein bösartiger Wurm schon "hunderttausende Rechner" befallen

Das selbsternannte Antivirus-Team wird bei den Werbeversuchen für seinen schädlichen Dialer immer dreister: ZDNet liegen Mails vor, die am heutigen Montag morgen versand wurden. Darin wird von einem „neuen Virus“ berichtet, der „sogar beim Betrachten von Webseiten“ dem PC „großen Schaden“ zufügen könne. Angeblich seien allein in Deutschland schon „Hunderttausende Menschen betroffen“.

Wie bisher wird der Empfänger aufgefordert, eine „Zugangssoftware zum Downloadserver“ herunterzuladen, auf dem angeblich Virenscanner und weitere nützliche Infos gegen die digitalen Übeltäter hinterlegt sind. Versand wird die Mail teilweise mit gefälschtem Header, teils von Accounts kostenloser Mail-Anbieter. Der Betreff der Mail lautet „Neuer Virus im Umlauf“.

ZDNet hat im Juni erstmals vor dem „Antiviren-Team“ gewarnt, das per Spam-Mail nach neuen Usern sucht. Der Betreff lautete damals noch „Virenwarnung ! Weiterleiten“, als Absender war Antivirus.net angegeben. Das Antivirus-Team der „Warez-Dealer Germany“ berichtete im Frühsommer, dass „im Interesse aller Internetanwender“ auf dem Downloadserver die wichtigsten Programme gegen die Viren hinterlegt worden seien.

ZDNet bietet in einem Download-Special zum Thema Dialer die wichtigsten Tools an. Darüber hinaus warnt ZDNet vor den jeweils neusten Maschen der Anbieter und hat die wichtigsten Nachrichten zu dem Thema in einem News-Report gesammelt.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

5 Kommentare zu Antivirus-Team ködert mit Horrormeldungen weiter Dialer-Kunden

Kommentar hinzufügen
  • Am 19. November 2002 um 8:24 von Heike W

    Antivirus -Team
    ich kenne diese dreisten Emails. Man fragt sich immer für wie blöd halten die Absender die User eigentlich. Auch wenn in der Mail steht "Anne, Meine neue Homepage ist fertig, puhhh…das war Arbeit."oder "Ihr Zugang wurde für 60min eingerichtet. Die kostenlose Zugangssoftware gibt es hier zum Download." Über meine gmx-Adresse gehen solche und ähnliche in letzter Zeit zu hauf ein, so dass ich überlege, ob ich diese Adresse nicht einfach abschaffen soll.<br />
    <br />
    Wer hat Erfahrungen mit den Emailpostfächern für die man zahlt. Bieten die einen besseren Schutz?

  • Am 19. November 2002 um 13:59 von Anon

    E-Mail Postfächer
    Ja und nein – man sollte seine Mail nur Bekannten zur Verfügung stellen und jede Eintragung auf Webseiten oder in Foren vermeiden. Behalte die .gmx und mach eine neue bei web.de auf, die du deinen Bekannten mitteilst. Auf gmx kannst du dann den Spam auflaufen lassen und ggf. wichtige Nachrichten (aus Foren uä.) aussortieren. Die gmx kannst du dann auch problemlos im Netz verwenden, ist ja eh schon verseucht ;-)

  • Am 19. November 2002 um 20:42 von Frank Schoeneberg

    Antivirus Dialer…
    Hi Zusammen,<br />
    <br />
    habe diese Mail auch bekommen. Da ich mir aber gedacht habe, das dies nur eine Spam-Mail sein kann, wurde der Link nicht benutzt. Zum Glück!<br />
    <br />
    Unverschämtheit! <br />
    <br />
    Kann man denen nicht an die Karre fahren? Rechtliche Schritte etc.??<br />
    <br />
    Gruss<br />
    Frank

  • Am 24. November 2002 um 14:29 von K.H.

    "Antivirus-Team"
    Warum kann man solchen Ganoven nicht mit rechtlichen Mitteln das Handwerk legen?

  • Am 17. Dezember 2002 um 8:07 von Rolf Dalitz

    Zugriff über Application Pop-Up
    Am 15.12.2002 versuchten die netten Leute vom Möchtegern-Antivirus-Team eine neue Variante. Während des Surfens kam eine Meldung der Systemsteuerung: 1.<br />
    Es wurde ein Virus auf Ihrem PC gefunden…,laden Sie sich unsere kostenlose…. 2.Ihr PC ist vor Hackern nicht sicher…. Dreist,Dreist die "Bösen Jungs"! Zudem diese Meldung auch in der Ereignisanzeige des Betriebssystems aufgeführt ist, und somit dem Laien eine offizielle Microsoft bzw.Betriebssystemmitteilung<br />
    vorgaukelt. Empfehle persönlich den RPC-<br />
    Locator-Dienst zu stoppen, und den Port 135 dicht zu machen.<br />
    <br />
    Mit freundlichen Grüssen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *