Stromausfall legt Hollands Internet lahm

Nachtschwarz statt Oranje: Deutschland von Problemen offenbar nicht betroffen

Ein Stromausfall in Amsterdam hat gestern Nacht große Teile des niederländischen Internet lahmgelegt. Der Internet-Austauschpunkt AMS-IX war mehr als eine Stunde nicht erreichbar. Aufs deutsche Web soll der Ausfall keine Auswirkungen gehabt haben.

„Vom großen Stromausfall in Amsterdam heute Nacht waren unter anderen auch die Router von 1&1 im zweitgrößten europäischen Internet-Austauschpunkt AMS-IX betroffen“, erklärte Unternehmenssprecher Michael Frenzel gegenüber ZDNet. Die Datenübergabe zu anderen Providern sei daraufhin über alternative Austauschpunkte erfolgt. Etwa 70 Prozent des betroffenen Verkehrs seien über das DECIX in Frankfurt abgefangen worden, die übrigen etwa 30 Prozent seien über das LINX in London und das INXS in München gelaufen, so Frenzel.
Nach ZDNet-Recherchen war der Internet-Verkehr in der holländischen Hauptstadt zwischen 22 und 23 Uhr gestern abend so gut wie lahmgelegt. Vor acht Wochen waren die Server von Hosteurope nicht erreichbar: Eine Spannungsspitze bei Stromlieferant GEW hatte Probleme im Kölner Datacenter bewirkt, nach einer Stunde liefen die Server jedoch wieder.

1&1-Konkurrent Strato hatte in der Vergangenheit öfters mit Aus-Zeiten zu kämpfen und begründete diese zum Teil auch mit Stromausfällen. Doch auch Puretec (jetzt 1&1) sind Probleme dieser Art nicht unbekannt: Im März 2001 wurden durch einen Stromausfall Mailserver zum Teil lahmgelegt.

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