Weniger Visionen, mehr Konzentration

Drei Wochen nachdem er bei Siebel Systems als Vorsitzender für den weltweiten Vertrieb gekündigt hat, erschien Bill McDermott als neuer CEO und President von SAP America wieder auf der Bildfläche.

McDermott sprach mit CNET News.com über die Fronten im krisengeschüttelten Markt für Business-Anwendungen, seine Pläne für den Wettbewerb mit Siebel und darüber, was man für einen Erfolg als Leiter von SAP America – einer in letzter Zeit häufig neu besetzten Position – mitbringen muss.

SAP hofft, dass der angesehene Manager sowohl sein Fachwissen im Vertrieb als auch sein gewichtiges Adressbuch zur Wiederbelebung der nordamerikanischen Niederlassung des Unternehmens einsetzen wird. Noch vor wenigen Jahren war SAP America der Wachstumsmotor des deutschen Software-Unternehmens. Heute ist das Tochterunternehmen am Kämpfen: Für das zweite Quartal wurde ein 32-prozentiger Rückgang beim Software-Umsatz gemeldet.

Die Einstellung von McDermott ist für Hasso Plattner, den Gründer und Co-Vorsitzenden von SAP auch eine Genugtuung. In den späten 90er-Jahren warb Siebel Dutzende von SAP-Top-Managern an, einschließlich des damaligen CEO von SAP America. SAP strengte damals gegen Siebel sogar eine Klage wegen Abwerbung an, die aber später fallengelassen wurde.

Bevor er 2001 zu Siebel kam, war der 41-jährige McDermott als President beim Marktforschungsunternehmen Gartner tätig. Der gebürtige New Yorker hat außerdem 17 Jahre für Xerox gearbeitet. McDermott sprach mit CNET News.com über die Fronten im krisengeschüttelten Markt für Business-Anwendungen, seine Pläne für den Wettbewerb mit Siebel und darüber, was man für einen Erfolg als Leiter von SAP America – einer in letzter Zeit häufig neu besetzten Position – mitbringen muss.

Sie treten Ihren Posten in einer besonders schwierigen Zeit an. Was kann man in einer Phase der wirtschaftlichen Stagnation überhaupt tun?

Ich habe Anrufe von Geschäftspartnern erhalten. Die sagten so etwas wie „Herzlichen Glückwunsch, ich wusste ja gar nicht, dass SAP auch in CRM (Customer Relationship Management) macht.“ Für ein Unternehmen, das eine gute Business-Lösung anbieten kann, hat sich am Markt eine Nachfrage angestaut. In eine gute Business-Lösung wird gerne investiert. Nur bieten nicht viele Unternehmen eine solche Lösung an. Aber man verlangt einfach 10 Millionen Dollar für eine Anwendung. Wir müssen eine solche gute Business-Lösung anbieten.

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