DAB-Chef Matthias Kröner zurückgetreten

Bank äußert sich nicht zu Gründen des Ausscheidens aus dem Geldhaus

Je kürzer die Adhoc, desto heftiger die Spekulationen – dieser Grundsatz hat sich heute wieder auf dem Börsenparkett bewahrheitet: Gerade einmal 26 Wörter war eine entscheidende Pflichtmitteilung der Direktanlagebank (Börse Frankfurt: DRN) lang: „Matthias Kröner, einer der Gründerväter der DAB, hat sich entschieden, sein Mandat als Sprecher des Vorstands der DAB bank niederzulegen und ist Ende Oktober 2002 ausgeschieden“, ließ die Tochter der Hypo-Vereinsbank verlauten.

Schon seit Wochen sind Gerüchte über Kröners Rücktritt im Umlauf. Offensichtlich war er mit der geplanten Fusion von DAB und Comdirect (Börse Frankfurt: COM) nicht einverstanden: Vor einer Woche waren erstmals Meldungen über ein Zusammengehen der beiden Branchenriesen aufgetaucht.

Die beiden Muttergesellschaften Hypo-Vereinsbank und Commerzbank stünden schon seit Wochen in Verhandlungen über einen Zusammenschluss der Töchter, hieß es unter Berufung auf Finanzkreise.

Durch eine Verschmelzung entstünde einer der größten europäischen Broker mit über einer Million Kunden. Grund für die Fusionsüberlegungen sind laut „Handelsblatt“ die Einbrüche im Online-Broking seit Ende des Börsen-Booms. Bereits Anfang September hatte die Comdirect Bank angekündigt, fast ein Drittel der Stellen streichen zu wollen.

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