Nokia stellt sechs Handys, Digicam- und Überwachungs-Add On vor

Finne bringt mit den Modellen 6800, 7250, 6100, 5100, 8910i und 2100 Farbe, Musik, und Kommuniktaion auf Vordermann; Meisten Geräte im ersten Quartal 2003 verfügbar

Einen ganzen Schwung neuer Produkte hat Nokia (Börse Frankfurt: NOA3) auf der „Mobile Internet Conference“ in München präsentiert. So stellte der Hersteller unter den Bezeichnungen 6800, 7250, 6100, 5100, 8910i, 2100, Observation Camera, Camera Headset HS-1C und Music Stand sechs neue Handys sowie Add-Ons-Geräte für Mobiltelefone vor.

Gleichzeitig kündigte der Finne an, „konsolenartige Spiele“ auf mobile Geräte zu bringen. Die Games sollen via Memory Stick-Karten ihren Weg zum Gerät finden. Das erste Spiele-optimierte mobile Nokia namens „N-Gage“ soll über eine interaktive und mobile Spielumgebung verfügen. Hardware und erste Spieletitel werden laut Nokia im Februar 2003 präsentiert.

Bei dem vorgestellten Nokia 6800 handelt es sich um ein MMS- und SMS-optimiertes Gerät. Für die Texteingabe hat Nokia dem 122 Gramm schweren Neuling ein komplettes Keyboard im Klappdesign spendiert. Weitere Features sind Farbdisplay, WAP 1.2.1, HSCSD, GPRS, MMS-, E-Mail- sowie Sync ML-Support. Auch über ein FM-Radio, polyphone Klingeltöne und Java soll das Dualband-Handy verfügen. Über eine Pop Port-Schnittstelle lasse sich das 6800 mit dem heute präsentierten Kamera-Headset verbinden. Die mit der Kamera aufgenommenen Fotos sollen sich als Multimedia-Mitteilung versendet lassen. Die Sprechzeit variiert laut den Finnen zwischen drei und sieben Stunden. Die maximale Standby-Zeit beträgt bis zu 15 Tage. Erste Mobiltelefone sind laut dem Finnen im ersten Quartal 2003 verfügbar. Einen Preis nannte Nokia noch nicht.

Bei dem 7250 handelt es sich um eine Verbesserung des ersten Digicam-Handys 7650. Das schlanke und 92 Gramm schwere Triband-Gerät soll mit einer CIF-Linse, Farbdisplay, MMS, Java und FM-Radio ausgestattet sein. Das Mobiltelefon erreicht den Angaben nach eine Sprechzeit von bis zu fünf Stunden und eine Standby-Zeit von maximal 300 Stunden. Ohne den Preis zu nenne, soll auch diese Alleskönner im ersten Quartal 2003 auf den Markt kommen.

Noch vor Jahresende soll das angeblich weltkleinste (60ccm) und leichteste (76 Gramm) GPRS, MMS-Telefon mit Farbdisplay mit dem Triband-Modell 6100 in den Handel kommen. Über die neue Pop Port-Schnittstelle soll sich, wie bei dem Modell 6800 das gerade erst vorgestellte Kamera-Headset anschließen lassen. Die mit der Digicam aufgenommenen Fotos können als MMS weiter versendet werden. Trotz der Leichtigkeit beziffert Nokia die Sprechzeit mit maximal sechs und die Standby-Zeit mit 320 Stunden.

In dem bis März 2003 erscheinenden Triband-Modell 5100 soll neben einem Farbdisplay auch Java und MMS-Support Platz finden. Das Gerät werde in einem modernen Design geliefert.

Mit dem Telefon 8910i will der Finne eine High-End Linie etablieren und spricht damit vermutlich den dickeren Geldbeutel an. Demnach werden in dem für das erste Quartal 2003 adressierte 112 Gramm-Telefon „echte Materialien“ mit Funktionalität verbunden. Neben den Nokia-Standards Farbdisplay, MMS, WAP und Java, soll das Dualband-Handy die Datenübertragungstechniken Bluetooth, HSCSD und GPRS beherrschen. Der Akku werde für eine Sprechzeit von maximal vier Stunden und eine Standby-Zeit von bis zu 300 Stunden aushalten, so Nokia.

Das Modell 2100 soll Nokias günstiges Einsteiger-Produkt werden. Das im ersten Quartal 2003 erhältliche Gerät kombiniere kompakten Umfang, Ergonomie und benutzerfreundliche Tastatur mit hochauflösenden, vierzeiligen Display (96 x 65 Pixel) und weißer Hintergrundbeleuchtung. Das 2100 soll über eine Auswahl an austauschbaren Xpress-on Covern angeboten werden. Weitere Features sind animierte Bildschirmschoner, Spiele und Bildeditor. Das Gerät wiegt 85 Gramm und erreicht mit dem Lithium Ionen-Akku maximal eine Sprechzeit von drei Stunden und 20 Minuten sowie eine Standby-Zeit von bis zu 150 Stunden.

Ein witziges Add-On ist Nokias neue Observation Camera. Die ab dem zweiten Quartal 2003 verfügbare Kamera kann an einen externen Standort aufgestellt werden. Per SMS kann man Fotos anfordern, die dann als Multimedia-Mitteilung an die entsprechende Handynummer oder eine E-Mail Adresse geschickt werden. Die Kamera funkt mit 900 und 1800 MHz und GPRS-Unterstützung. Mit der Kamera soll man bewegungsgesteuerte und zeitgesteuerte Auf^nahmen machen können, Umgebungsgeräusche abhören oder auch lokale Temperaturen abfragen können.

Hinter der Bezeichnung „Nokia Camera Headset HS-1C“ verbirgt sich eine tragbare Digicam, die über die neu vorgestellte Schnittstelle Pop-Port an die Handys angeschlossen werden kann. Noch im Dezember will der Finne erste Add-On Kameras bereitstellen.

Mit dem Nokia Music Stand kann das Nokia 7250 an Lautsprecher angeschlossen werden. Somit lässt sich das Radio nicht nur über Kopfhörer hören, sonder auch mit Lautsprechern. Das ab erstem Quartal 2003 erhältliche Add-On soll auch mit dem Modell 6800 funktionieren.

3800
Tippen und Schreiben, statt Telefonieren: Das Nokia 6800 soll über eine komplette Tastatur verfügen (Foto: Nokia)

Kontakt: Nokia, Tel.: 01805/234242 (günstigsten Tarif anzeigen)

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1 Kommentar zu Nokia stellt sechs Handys, Digicam- und Überwachungs-Add On vor

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  • Am 12. November 2002 um 18:17 von swen s.

    der wahnsinn
    ich geh fest, nokia lässt es krachen, und der rest muss schlucken! <br />
    der markt wird nur so überschwemmt mit handys. keine chance für die anderen hersteller. was microsoft bei dem betriebsystemem ist, das ist nokia bei den handys. bloß das nokia richtig gute, wenn nicht sogar die besten, handys baut. und das sagt nicht ein nokia- sondern sony-ericsson-träger!<br />
    hut ab!

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