EU-Kommission verhängt Geldstrafe gegen Nintendo

Videospiel-Firma soll wettbewerbswidrige Absprachen getroffen haben; Höhe des Bußgeldes noch unbekannt

Die Europäische Kommission wird am Mittwoch gegen den japanischen Videospiel-Hersteller Nintendo eine Geldstrafe wegen unerlaubter Vertriebspraktiken verhängen, hieß es aus Brüsseler Kommissionskreisen.

Die EU-Wettbewerbshüter seien nach zweijähriger Prüfung zu dem Schluss gekommen, dass Nintendo und seine Vertriebspartner während des größten Teils der 90er Jahre durch Absprachen in Europa das Wettbewerbsrecht verletzt hätten, hieß es. Über die Höhe des Bußgeldes wurde zunächst nichts bekannt.

EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti hatte im April 2000 ein formelles Verfahren gegen Nintendo und sieben seiner Importeure eingeleitet. Die Kommission verdächtigte sie einer kartellähnlichen Übereinkunft mit dem Ziel, den europäischen Markt unter sich aufzuteilen. Dabei wollten die Firmen nach Einschätzung der Kommission von den teils erheblichen Preisunterschieden in der EU für die vor allem bei Kindern beliebten Video-Spiele mit Helden wie „Supermario“ und „Pokemon“ profitieren.

Kontakt: Nintendo, Tel.: 06026/9500 (günstigsten Tarif anzeigen)

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