Zehn Prognosen, die unsere Welt verändern

Die Gartner-Analysten haben wieder einmal einen Blick in ihre Kristallkugel geworfen: Heraus kamen zehn Prognosen, die sich auf die Geschäftsentwicklung aller Unternehmen auswirken dürften.

Die Vorhersagen betreffen technologische, wirtschaftliche und soziale Grenzen, die sich innerhalb der nächsten acht Jahre verschieben werden.

1. Nutzung von Bandbreite wird kosteneffizienter als lokale Datenverarbeitung
Netzwerkkapazitäten werden schneller ansteigen als Rechner- und Speicherkapazitäten, so dass sich die relativen Kosten der lokalen Datenverarbeitung gegenüber denen von entfernten Systemen erheblich erhöhen werden. Kostengünstige und umfangreiche Bandbreiten werden die Entwicklung hin zu stärker zentralisierten Netzwerkdiensten beschleunigen, die Grid Computing und Thin Clients nutzen.

Diese Vorhersage stützt Gartner auf die Tatsache, dass die Fortschritte in der optischen Netzwerktechnik das Wachstum im Bereich der Computertechnologie weit hinter sich lassen. Trotzdem müssen einige Hürden – Sicherheit, Servicequalität und Wirtschaftlichkeit der Grid-Netzwerke – erst noch genommen werden. Können Sie sich noch an damals erinnern, als Application Service Provider die Lösung aller Probleme darstellen sollten? Mit wenigen Ausnahmen, darunter Salesforce.com, lassen die Unternehmen jedoch lieber die Finger davon, ihre Rechnerressourcen durch Netzanwendungen zu ersetzen. Meine Prognose ist, dass es noch mindestens zehn Jahre dauern wird, bis die großen Festplatten aus den PCs verschwunden sind.

2. Viele Hauptanwendungen werden von verschiedenen Unternehmen gemeinsam genutzt
Anwendungen und Middleware entwickeln sich hin zu stärker anpassungsfähigen Software-Architekturen, die problemlos rekonfiguriert werden können. Dieses Konzept ist die Weiterentwicklung des Softwaremodells, das ERP-Suites, Portale, CRM und Supply Chain-Anwendungen hervorgebracht hat, die sich über mehrere Bestandteile eines wirtschaftlichen Ökosystems erstrecken.

Web Services versprechen die Umsetzung dieses Konzepts. Sollten diese jemals vollständig ausgereift sein, wird die Konfiguration von Anwendungen zukünftig eher im Plug&Play-Verfahren erfolgen. Wir haben jedoch schon öfter erlebt, dass Anwendungen in angeblich nahtlos interoperable Komponenten aufgeteilt werden sollten. Zunächst müssen die Bemühungen um branchenspezifische XML-Standards Früchte tragen, ebenso wie die um andere Standards für Web Services. Mein Tipp: Erwarten Sie für die nächsten vier bis fünf Jahre keine revolutionären Fortschritte in diesem Bereich.

Der Gartner-Analyst Carl Claunch weist außerdem auf die Gefahren des Bestrebens nach mehr Kooperation zwischen den Unternehmen hin. Strittig ist unter anderem, wie größere Upgrades finanziert und begründet werden können, oder wie Konflikte zwischen unterschiedlichen Prioritäten gelöst werden sollen. „Es kann sein, dass die Tool-Sets nicht kompatibel sind. Und selbst wenn, entsprechen sie vermutlich nicht dem B2B-Konzept. Man wird eine Integration von Tools, Prozessen und Help-Desk-Anwendungen benötigen.“

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