Vivendi kurz vor Vodafone-Konter

Einigung mit den Banken offenbar in Kürze erreicht

Im Tauziehen um die französischen Telefonfirmen Cegetel und SFR steht der Mischkonzern Vivendi Universal nach Angaben aus Firmenkreisen kurz vor einer Einigung mit seinen Banken. Bis zum Montag dürften Banken Vivendi „wahrscheinlich“ Kredite von rund vier Milliarden Euro zusagen und damit den jüngsten Übernahmeplan des britischen Mobilfunkriesen Vodafone kontern.

Den Angaben zufolge verhandelte Vivendi Universal mit vier Banken über den Milliarden-Kredit: der schweizerisch-amerikanischen Credit Suisse First Boston (CSFB), den französischen Geldhäusern Crédit Lyonnais und Crédit Agricole Indosuez sowie der britischen Royal Bank of Scotland (RBOS). Eine Einigung sei bis zur nächsten Sitzung der Vivendi-Spitze am Montag „wahrscheinlich“, hieß es weiter.

Bei Cegetel sind derzeit sowohl die finanziell angeschlagene Vivendi-Gruppe als auch Vodafone mit großen Anteilspaketen vertreten. Vodafone-Chef Chris Gent will die übrigen Partner herauskaufen und die Firma übernehmen. Damit will er vor allem Zugriff auf den zweitgrößten französischen Mobilfunk-Anbieter SFR erhalten.

Vivendi hat bis zum 10. November ein Vorkaufsrecht, bislang aber zu wenig Geld, um seine bereits gehaltenen 44 Prozent an Cegetel zu einer Mehrheit auszubauen. Der britische Ex-Monopolist BT Group hält 25 Prozent, der US-Anbieter SB Communications 15 Prozent. Noch sei nicht entschieden, ob Vivendi auf beide Pakete setze oder nur das von BT kaufen werde, hieß es am Donnerstag in Paris.

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