Grünes Licht für Medikamenten-Versand im Internet

Hamburger Gericht ermöglicht wieder die Erstattung von im Web bestellten Medikamenten; Kassen wollen durch Web-Kauf dreistellige Millionenbeträge einsparen

Im Streit um den Versand von Medikamenten über das Internet zeichnet sich offenbar eine Trendwende zugunsten der gesetzlichen Krankenkassen ab. Angesichts des jüngsten Beschlusses des Sozialgerichts Hamburg könnte das Bundesversicherungsamt (BVA) seine harte Haltung gegen den Versandhandel aufgeben, sagte BVA-Abteilungsleiter Tullio Sartori der „Financial Times Deutschland“.

Das Hamburger Gericht stoppe dem Bericht zufolge die Einstweilige Verfügung des BVA gegen die DAK, und ermöglicht damit zunächst wieder die Erstattung von Medikamenten, die im Internet bestellt wurden. Durch den Handel von Arzneimitteln über das Internet könnten nach Ansicht der Krankenkassen jedes Jahr dreistellige Millionenbeträge eingespart werden. Aus diesem Grund will die Bundesregierung das Verbot des Versandhandels im deutschen Arzneimittelgesetz kippen.

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3 Kommentare zu Grünes Licht für Medikamenten-Versand im Internet

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  • Am 11. Oktober 2002 um 6:26 von Thomas

    Apothekerlobby will nur Ihre Einkünfte schützen !
    Eine Beratung beim Kauf von Medikamenten habe ich nur auf Nachfrage erhalten, und dann wurde mir nur der Beipackzettel vorgelesen.<br />
    Danke, aber lesen kann ich auch alleine, dafür brauche ich keinen Apotheker!<br />
    Gruß Thomas

  • Am 11. Oktober 2002 um 8:10 von Franz Schmidt

    ähnlich wie Online-Banking
    Auf Dauer ist diese Entwicklung (auch nicht mit Unterschriftenaktionen per Bangemachen der Apotheken) sowieso nicht aufzuhalten. Problematisch ist es halt in einer gewissen Übergangsphase (bis alte Nichtinternetnutzer ausgestorben sind)bis eine nachrückende Generation (die heute 40 – 50-jährigen) im Rentenalter sind. Das Gleiche spielt sich bereits heute bei Banken ab: "Kannst Du nicht ins Internet zum Online-Banking, dann mußt Du jede einzelne Dienstleistung teuer bezahlen." Und die Preiskurve für Bankdienste, ÜWG’n etc. (das betrifft auch wieder nur die alten Leute) dreht sich immer weiter.

  • Am 10. November 2003 um 7:28 von Gerhard Robbel

    So wünscht Mann/Frau sich das in einer neuen Zeit
    sobald Medikamente im Online Versand verfügbar sind,unsolide Anbieter trennen sich wie die Spreu vom Weizen, Apotheker/innen werden umdenken müssen. Für meinen Teil wäre ich glücklich, Kosten einzusparen, Fielmänner/frauen seit willkommen. Ist es legal und normal, wird es auch keine Pfuscher mehr geben.

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