Telekom will Telefonanschlüsse verteuern

Bericht: Kunden sollen Kosten für Einrichtung und Betrieb künftig selbst zahlen

Telefonanschlüsse sollen teurer werden: Die Deutsche Telekom will offenbar Kosten für Einrichtung und Betrieb der Anschlüsse auf die Kunden umlegen. Die Einrichtung eines neuen analogen Anschlusses – vom Verlegen der Leitung bis zur Telefonbuchse – soll künftig komplett vom Nutzer bezahlt werden, meldete das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Der „Bild“-Zeitung zufolge sollen auch die Gebühren für Kabelanschlüsse deutlich erhöht werden. Bislang zahlen Telefonkunden für einen Neuanschluss pauschal 44,45 Euro plus Mehrwehrtsteuer – künftig sind die Kosten dem „Handelsblatt“ zufolge unkalkulierbar.

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post bestätigte dem Blatt, dass ihr ein entsprechender Antrag der Telekom vorliege. Die Behörde muss sämtliche Preise der Telekom absegnen, solange das Unternehmen eine marktbeherrschende Stellung hat. Die Preise für den Kabelanschluss sollten um bis zu einem Euro je Anschluss und Monat steigen, berichtete die „Bild“-Zeitung.

Bisher werden für einen Einzelnutzervertrag 13,34 Euro im Monat berechnet. Durch die Gebührenerhöhung erhofft sich die Telekom laut „Bild“-Zeitung neben höheren Einnahmen vor allem auch einen besseren Preis beim geplanten Verkauf ihres Kabelnetzes. Der Konzern ist auf die Einnahmen angewiesen, um seinen Schuldenberg abzubauen.

Kontakt:
Deutsche Telekom, Tel.: 0800/3301000

Themenseiten: Business, Telekommunikation

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2 Kommentare zu Telekom will Telefonanschlüsse verteuern

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  • Am 25. September 2002 um 18:52 von GhostandRaven

    Langsam reicht es
    irgendwo hat die Telekom den letzen Schuss nicht mehr gehört.. erst wird alle steurer dank Euro.. und nun so etwas.. ist ja schon schlimm genug das der DSL Anschlus steurer Wird… irgendwann ist es echt genug… jemand sollte den Laden mal verklagen…<br />
    <br />
    mfg

  • Am 26. September 2002 um 23:56 von Matthias

    Noch mal zum mitschreiben
    Die Telekom ist kein eingetragener Verein mit gemeinnützigen Anspruch sondern ein Konzern und Aktiengesellschaft. Solche Einheiten müssen Gewinn abwerfen, sonst investiert da keiner. Solange andere Mitbewerber weit weg sind, kann man eben auch hohe Preise verlangen. Es war eben ein Fehler das Netz welches mit Steuermitteln erbaut wurde und weiter mit Steuermitteln modernisiert wird in die Hände der Privatwirtschaft zu geben.

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