Ex-Regulierer: Staat bei UMTS nicht in der Pflicht

Scheurle meint, vier Lizenzen hätten auch gereicht

Der ehemalige Chef der Regulierungsbehörde, Klaus-Dieter Scheurle, sieht die Schuld für die überhöhten UMTS-Preise nicht beim Staat. „Es war die Entscheidung der Unternehmen, für die UMTS-Lizenzen so viel Geld auszugeben“, sagte Scheurle im ZDF-Morgenmagazin. An eine Rückzahlung des Geldes sei daher nicht zu denken.

Er selbst habe damals als Chef der Regulierungsbehörde keinerlei Einfluss auf die Höhe der Lizenzpreise gehabt, betonte Scheurle, der heute Berater bei der Schweizer Bank Credit Suisse First Boston ist. Im Nachhinein sei die Frage, ob die Vergabe von sechs Lizenzen in Deutschland nicht übertrieben gewesen sei, „berechtigt“, räumte der Ex-Regulierer ein. „Heute würde ich sagen, vier hätten auch ausgereicht.“

Bei der Versteigerung der sechs UMTS-Mobilfunklizenzen im Sommer 2000 hatten sechs von ursprünglich sieben Bietern eine Lizenz ersteigert, darunter auch die schwer angeschlagene Telefonfirma Mobilcom (Börse Frankfurt: MOB). Insgesamt nahm der Staat durch die Auktion rund 50 Milliarden Euro ein (ZDNet berichtete laufend).

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