Sicherheits-Tool gegen illegale WLAN-Surfer

Das Programm "Fake IP" soll unbefugte WLAN-Surfer mit 53.000 falschen WLAN-Zugriffsdaten verwirren

Immer wieder wurde die Sicherheit von populären Funknetzwerken mit Wireless LAN-Technik bemängelt. Erst vor kurzem hatten Sicherheitsexperten 183 Funknetzwerke im Rahmen des internationalen „Wardriving-Days“ im Kölner Stadt- und Industriegebiet lokalisiert. Die Software „Fake IP“ soll damit jetzt Schluss machen.

Die Programmierer Stuart Stock und Ken Beames wollen mit ihrer Lösung vor allem unbefugtes WLAN-Surfing verhindern, schreibt der „Spiegel“. Wird das Programm eingesetzt soll der unbefugte WLAN-Surfer nicht nur einen Access-Point mit seinem WLAN-Scanner finden, sondern beispielsweise 53.000. Doch nur einer davon sei der echte Zugang.

Die Idee der beiden amerikanischen Programmierer könnte einfacher kaum sein: Was WLAN so flexibel und attraktiv macht, ist die Offenheit des technischen Standards. Gerätschaften aller Firmen kommunizieren miteinander über ein gemeinsames Protokoll. Das gewährleistet, dass sich der mit einer WLAN-Karte ausgerüstete Laptop-Besitzer eigentlich nur noch ein unzureichend geschütztes Funknetz suchen muss, um sich dort einzuloggen. Oft „versorgen“ die Funknetze von Firmen auf diese Weise einen Umkreis von 100 Metern und mehr: Es soll bereits einen messbaren Trend geben, dass sich an solchen Orten vermehrt Cafes niederlassen.

Legitime Netzteilnehmer innerhalb des WLAN sollen dagegen ihre Rechner durch den Einsatz der Fake IP-Software stets mit dem richtigen Zugangscode versorgt, versichern die beiden Programmierer.

Einfache WLAN-User sollen sich durch „Fake IP“ abschrecken lassen, schätzen die Experten. Doch könnten Hacker das Tool auch Herausforderung wahrnehmen, befürchten Sicherheits-Berater. „Ich bin mir sicher, dass es nicht lange dauern wird, bis es jemandem gelingt, ein Protokoll zu schreiben, das diese Tests schnell erledigt“, sagt Hacking-Experte Matt Bevan.

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4 Kommentare zu Sicherheits-Tool gegen illegale WLAN-Surfer

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  • Am 9. September 2002 um 20:33 von Andreas Moser

    Totaler Schwachsinn!
    WLAN lässt sich viel einfacher und zuverlässiger mit der standardmässig vorhandenen Verschlüsselung WEP (wireless encryption protocol) schützen. Die hier vorgestellte Software mag zwar das gleiche Ziel anstreben, führt aber zu einer nicht unwesentlichen Störung der legalen User, die ganz legitim nach einem freien Hotspot suchen. Solche Software ist nicht nur dämlich, sie ist auch illegal (Störung von Datenverarbeitungssystemen). Dass das Ding hier als "Sicherheitstool" angepriesen wird, zeugt nicht gerade von journalistischer Sorgfalt!

    • Am 17. Mai 2004 um 11:12 von Daniel

      AW: Totaler Schwachsinn!
      Und WEP ist so sicher wie ein Safe aus Knusperkeks.
      Siehen Google-Suche "WLAN", "WEP" und "geknackt" :)
      War das jetzt Journalismus?

    • Am 8. Juli 2007 um 1:11 von Diddmaster

      Du Superheld
      Sein Post kam von 2002, deiner aus 2004, muss dazu noch was gesagt werden?

      Derzeit ist WPA2 die einzige brauchbare Verschlüsselung

  • Am 6. Februar 2007 um 12:10 von Net

    Sicherheit…. ?
    Ein WLAN ist NIE sicher. Da Wireless ein ganzen gebiet "bestrahlt" muss sich der angreifer nur innerhalb dieses Gebietes befinden um die Daten zu empfangen. Ob er sie dann lesen kann mag abhängig von seinen Fähigkeiten sein. WEP und FakeIP sind zwar schöne Werkzeuge aber nicht unüberlistbar. Das größere problem ist aber das WLAN meist von "unwissenden" Endkunden installiert und Konfiguriert wird, was am Ende "sicherheitseinstellungen" a la WEP=OFF, SSID=standard, passwort=standard und DHCP=ON(!) hervorbringt. Da hilft auch keine FakeIP mehr.
    Meine Meinung: Wer ein sicheres Netzwerk betreiben will soll die Finger von Wireless lassen!

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