Alarmierende Klauseln in Software-Lizenzverträgen

Im Lizenzgeschäft für Unternehmenssoftware geht es um hohe Einsätze. Die größte Herausforderung sind nicht geschwätzige Verkäufer, sondern die Formulierung der Verträge. Wie erkennt man die Fallstricke?

Trotz der hohen Summen, um die es in heutigen Softwareverträgen geht, oftmals mehrere Millionen, investieren viele Kunden erstaunlich wenig Zeit und Ressourcen, um die Verträge genau zu überprüfen. Diese sind oft voll von unklaren Formulierungen, nicht deutlich benannten Zusatzkosten und übermäßig hohen Kosten für Lizenzumwandlungen – was dazu führt, dass lange nach Vertragsabschluss Kosten entstehen, mit denen man nicht im Geringsten gerechnet hat.

So versucht zum Beispiel der Bundesstaat Kalifornien, einen Softwarevertrag über ein Volumen von 95 Millionen Dollar mit Oracle vorzeitig zu kündigen. Es bestehen Streitigkeiten darüber, ob der Vertrag nicht mehr Kosten als Ersparnisse mit sich bringt. Toronto hat mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, die Stadt versucht ebenfalls, aus einem 11 Millionen-Vertrag mit dem Datenbankriesen vorzeitig auszusteigen.

Bei diesen Beispielen stellten die Rechnungsprüfer fest, dass mehr Software gekauft wurde als benötigt. Die hierdurch ausgelösten Debatten zeigen, wie wichtig es für den Kunden ist, genau zu wissen, wie viel und wofür er bezahlt. Dies gilt insbesondere bei der Komplexität heutiger Verträge für Unternehmenssoftware.

„Man kann es nicht oft genug wiederholen: Exakte Begriffsbestimmungen sind das Wichtigste“, so Frank DeSalvo, Research Director beim Technologieberatungsunternehmen Gartner. „Für den Verkäufer ist ein Vertragsabschluss eine andere Sache als für das Unternehmen.“

Ohne Erfahrung ist dies leichter gesagt als getan, will man die Definitionen in einem Softwarevertrag verstehen. Die spezifischen Eigenschaften von Software machen es schwer, einen angemessenen Preis zu bestimmen: Das Produkt kann von einem Rechner auf einen zweiten kopiert werden, und über das Internet kann Software weltweit von vielen Personen genutzt werden.

Trotz all dieser Schwierigkeiten kann der Kunde teure Fehler vermeiden, indem einige vorbeugende Maßnahmen trifft. CNET News hat Analysten und Berater befragt. Deren Ratschläge für Unternehmen und Behörden, die über große Softwareverträge verhandeln, sind im folgenden aufgeführt.

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