Deutschlands stärkster Supercomputer kommt nach Jülich

Nächstes Jahr im Sommer will IBM 5,8 TFLops an den Start schicken

IBM (Börse Frankfurt: IBM) wird im Zentralinstitut für Angewandte Mathematik (ZAM) des Forschungszentrums Jülich einen neuen Supercomputer installieren. Der Rechner soll im Sommer kommenden Jahres auf Basis der Power4-Techgnologie eine Spitzenleistung von 5,8 TFlops (5,8 Tausend Milliarden Berechnungen pro Sekunde) erreichen. „Die Basis für den neuen Rechner wird die vom E-Server p690, Codename ‚Regatta‘, bekannte Technik einsetzen. Da wir mit einer Fertigstellung erst bis in einem Jahr rechnen, können wir noch keine genaueren technischen Angaben machen“, erklärte Burkhard Mertens vom John von Neumann-Institut für Computing (NIC) in Jülich gegenüber ZDNet.

Fest stehe aber, „dass wir im praktischen Einsatz mehr als das Dreizehnfache der gegenwärtig verfügbaren Leistung zur Verfügung stellen werden“. Für den Supercomputer müsse am Zentralinstitut eine neue Halle errichtet werden. „Mit dem neuen System wird das ZAM erneut den schnellsten Supercomputer in Deutschland betreiben und weltweit seine führende Position in ausgewählten Bereichen des High Performance Computing (HPC) ausbauen“, freute sich Professor Friedel Hoßfeld, langjähriger Direktor des ZAM.

Der Rechner wird vom Forschungszentrum Jülich und vom NIC zur Lösung wissenschaftlicher Problemstellungen in Physik, Chemie, „Lebenswissenschaften“ und Umweltforschung eingesetzt. „Der neue Supercomputer wird es ermöglichen, Modelle einer Größenordnung zu berechnen, wie sie bisher nicht in einem zeitlich vertretbaren Rahmen berechnet werden konnten“, sagt Ulla Thiel, Direktorin Scientific & Technical Computing von IBM Europa.

Das ZAM- und das IBM Deutschland-Entwicklungslabor Böblingen arbeiten darüber hinaus zusammen, um eine Einbindung des neuen HPC-Systems in das Unicore-Grid zu erreichen. Diese Technologie verbindet wie berichtet die nationalen Supercomputer-Zentren in Deutschland.

Der derzeit schnellste Rechner Deutschlands steht mit dem Hitachi SR8000-F1 im Münchner Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Seit kurzem arbeitet der Superrechner im Wert von 60 Millionen Mark mit zwei Billionen Rechenoperationen pro Sekunde. Diese theoretische Spitzenleistung wird von 1344 Prozessoren erbracht. Der Hauptspeicher, der bei Inbetriebnahme rund 900 GByte umfasste, wurde mittlerweile auf 1300 GByte ausgebaut (ZDNet berichtete laufend).

Kontakt: IBM, Tel.: 01803/313233 (günstigsten Tarif anzeigen)

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