80 Prozent weniger MMS-Nachrichten als gedacht

Studie des Wireless World Forums geht von 200 Millionen anstatt 20 Milliarden verschickten Nachrichten pro Monat aus

Multimedia Messaging Services (MMS) sollte den Weg für die schnelle UMTS-Technik ebnen. Doch laut einer jetzt veröffentlichten Studie des Wireless World Forum (W2F) ist die Nachfrage des SMS-Nachfolgers viel geringer als geschätzt.

Demnach geht das W2F für die nächsten beiden Jahre von lediglich 200 Millionen MMS-Messages pro Monat aus. Das seien etwa 80 Prozent weniger, als bisherige Schätzungen vieler Analysten. So hatten die Telekommunikationsanbieter immer mit monatlich rund 20 Milliarden verschickten Nachrichten gerechnet.

Glaubt man der Umfrage unter rund 3000 Industriemitgliedern, könnte sich der Mitteilungsdienst von Bildern, Texten und Tönen via Handy ähnlich negativ wie Wireless Application Protocol (WAP) entwickeln.

Der vorschnelle MMS-Enthusiasmus sei fast ausschließlich aufgrund der Aussagen der Infrastrukturanbieter entstanden. Diese seien jedoch diejenigen, die am weitesten vom Kunden entfernt seien, konstatierte W2F-Partner Josh Dhaliwal.

Die Studie bedeute aber nicht, dass MMS kein Erfolg werde, räumte Dhaliwal ein. Doch eine Ablösung der SMS als Kommunikationsmittel sieht der Experte nicht.

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2 Kommentare zu 80 Prozent weniger MMS-Nachrichten als gedacht

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  • Am 12. August 2002 um 13:10 von fokus3

    Ist das ein Wunder…
    das so geringe "Stueckzahlen" zu verzeichnen sind. <br />
    1. Kaum einer hat ein MMS faehiges Handy (zumindest von der SiMSenden Kiddy Generation mit ihren 1EURO Handies kauft sich bestimmt nicht gleich jeder ein T68i nur um MMS zu versenden o.ae.)<br />
    2. Ich wuerde gerne MMS versenden, doch an wen? Selbst die Leute die ich kenne mit einem "MMS-Handy" sind meist in einem anderen Netz, und MMS zwischen D2 und D1 (geschweige denn E-Plus) geht ja noch ueberhaupt nicht.<br />
    3. die Kosten (keine weitere Erklaerung)<br />
    <br />
    Fazit: ich weis echt nicht warum man sich hier wundert oder gar enttaescht ist….

  • Am 12. August 2002 um 13:46 von Thorsten

    Rechnen schwach?
    Zitat:

    "200 Millionen MMS-Messages pro Monat aus. Das seien etwa 80 Prozent weniger, als bisherige Schätzungen vieler Analysten. So hatten die Telekommunikationsanbieter immer mit monatlich rund 20 Milliarden verschickten Nachrichten gerechnet."

    Bin ich jetzt so blöde oder kann da jemand anders nicht rechnen? 200Mio = 20Mrd * 1/100, oder nicht? Also haben wir ein Prozent des vorrausgesagten Volumens, nicht 20, also einen Rückgang um 99%, nicht um 80. Naja, Pisa läßt grüßen…

    (Oder gingen die Meinungen der Analysten soweit auseinander und beide Sätze beziehen sich auf völlig unterschiedliche Schätzungen? Wäre ein merkwürdiger Schreibstil…)

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