Microsoft und IBM mit neuen Web Service-Specs

"Business Process Execution Language", "WS-Coordination" und "WS-Transaction"

Microsoft (Börse Frankfurt: MSF), IBM (Börse Frankfurt: IBM) und BEA Systems (Börse Frankfurt: BEA) werden voraussichtlich am Montag drei neue Spezifikationen für die Implementierung von Web Services vorstellen. Das berichteten mit dem Projekt vertraute Quellen ZDNet/CNET vorab.

Zum einen will das Trio eine „Business Process Execution Language for Web Services“ genannte Programmiersprache präsentieren. Unternehmen sollen damit verschiedene Services verbinden können, um spezifische Aufgaben zu bewältigen. Die zweite Spec hört auf den Namen „WS-Coordination“ und definiert, wie verschiedene Services sich zueinander verhalten. „WS-Transaction“ schließlich überwacht die Funktionsfähigkeit der verbundenen Services. Die Business Process Execution Language verbindet übrigens zwei bereits getrennt voneinander entwickelte Programmiersprachen: Microsofts Xlang und IBMs Web Services Flow Language.

Eine Touristik-Site könnte mit den drei Specs beispielsweise Kunden anbieten, sowohl den Flug als auch einen Mietwagen und ein Hotel zu reservieren, womit sich bereits mindestens drei Services miteinander verzahnen. Sollte jedoch eine der drei Komponenten fehlschlagen – der Flug ist etwa ausgebucht – müssen auch die anderen beiden Services storniert und der Kunde informiert werden. „Mit diesen drei Specs zeigen wir, dass unser Web Service-Ansatz weit über Business-to-Business-Anwendungen hinausgeht“, erklärte Bob Sutor, IBMs Chef der E-Business Standards Strategy-Anbteilung. Nach Auskunft von Steven VanRoekel, Marketing-Manager für die Web Services bei Microsoft, sieht man sich gerade nach einem geeigneten Standardisierungsgremium um.

IBM und Microsoft arbeiten schon seit mehreren Monaten gemeinsam an Web Service-Standards: Im Februar riefen sie beispielsweise die Web Services Interoperability (WS-I) Organization ind Leben. Die Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, die verschiedenen Web Service-Ansätze miteinander zu verbinden. Im April veröffentlichten sie zusammen mit Verisign „WS-Security“, das Transaktionen zwischen Unternehmen sicher machen soll (ZDNet berichtete laufend).

Schon vor dem Web Service-Hype waren beide Konzerne in diese Richtung tätig. Das Simple Object Access Protocol (SOAP) etwa entstand unter ihrer Regie, genauso wie „Universal Description, Discovery and Integration“ (UDDI) und die „Web Services Description Language“ (WSDL). Microsofts .Net inklusive Passport basiert dann auch neben XML auf WSDL, der bereits genannten Instrumentations-Sprache Xlang, dem SOAP Discovery Standard (DISCO) sowie UDDI.

Kontakt:

Themenseiten: Software

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Microsoft und IBM mit neuen Web Service-Specs

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *