Lintec korrigiert Prognosen nach unten

Unternehmen trennt sich von Aktivitäten und hofft aufs vierte Quartal

Lintec rudert weiter gegen die Krise an. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben sich zu einer umfassenden Restrukturierung des Unternehmens entschlossen. Wichtigster Punkt: Der bisher umsatzstarke, aber ertragsschwache Distributionsbereich der Tochter RFI soll eingestellt werden, alle Mitarbeiter dieses Segments sollen entlassen werden.

RFI soll sich künftig auf die „Kernkompetenzen“ mobile Businesslösungen mit dem Schwerpunkt Bluetooth und die Eigenmarken im Zubehörbereich konzentrieren. Zugleich sollen die Beteiligungen sowie der Geschäfts- und Firmenwert von RFI weitgehend abgeschrieben werden.

Zeitgleich korrigierte der Konzern seine Halbjahreszahlen: Nach aktuellen Hochrechnungen hat die Firma in den ersten sechs Monaten 119,7 Millionen Euro umgesetzt, vor einem Jahr waren es noch 193,7 Millionen.

Das operative Ergebnis (EBITDA) beträgt minus 4,4 Millionen Euro nach einem Gewinn von 4,8 Millionen Euro. Für das zweite Halbjahr „wird aufgrund der fortgeschrittenen Restrukturierung und saisonaler Einflüsse ein erheblich besseres Ergebnis erwartet“, teilte die Firma weiter mit. Allerdings soll ein Erreichen der bisher Jahresplanungen nicht mehr möglich sein.

Vor kurzem sorgte eine Meldung für Aufsehen, dass der ostdeutsche Betrieb kurz vor dem Aus steht. Angeblich haben Banken ihre Kreditlinien gekündigt, wodurch der Firma nur noch wenige Monate zum Überleben blieben.

Kontakt:
Lintec, Tel.: 034298/71300 (günstigsten Tarif anzeigen)

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