Die Zeit gigantischer CRM-Projekte ist vorbei

Tech Update sprach vor kurzem mit dem CEO von eWare, Ivan Macdonald, als dieser sich in London aufhielt. Mit den Riesen-CRM-Projekten ist Schluss, so seine Ansicht.

Das in Dublin ansässige Unternehmen eWare hat sich mit zuverlässigen Lösungen für mobiles CRM einen guten Ruf erworben. Allerdings möchte es nicht nur auf diesen Bereich festgelegt werden. „Viele denken bei eWare sofort an mobiles CRM. Das ist jedoch nur ein Teil unseres Geschäfts. Wir sind davon überzeugt, dass CRM-Systeme ohne mobile Komponenten insgesamt in ihrer Effizienz beeinträchtigt würden“, sagte der Chief Executive von eWare, Ivan Macdonald, in einem Interview mit Tech Update.

Macdonald weilte vergangene Woche anlässlich eines von eWare veranstalteten Händlertreffens, bei dem die neuen Kunden des Unternehmens bekannt gegeben wurden, in London. So setzt Iona Technologies europaweit Lösungen von eWare ein, außerdem finden sich unter den neuen Kunden zwei weitere bekannte Namen: Securicor sowie Clerical and Medical.

eWare hat bislang alle Auswirkungen der Technologie-Krise gut überstanden. Macdonald zufolge läuft das Unternehmen „zurzeit recht gut“. Der CEO weiter: “ Wer etwas anzubieten hat, was wirklich gefragt ist und dabei mit Kunden zu tun hat, die wissen worum es geht, der kann immer Geschäfte machen – und wie. Wir haben die Zahl unserer Kunden seit September verdoppelt – besonders erfolgreich waren wir in Europa und den Beneluxstaaten“, fügte er hinzu. Auch hinsichtlich der Wettbewerbsposition seines Unternehmens wirkt der CEO und Gründer von eWare sehr zuversichtlich. Seiner Meinung nach biete die gegenwärtige Marktsituation für Unternehmen wie eWare Vorteile. „Ich bin nicht so vermessen zu glauben, dass wir an die Stelle von Siebel treten werden“, so Macdonald. Dennoch bringe die Entwicklung des Markts die Unternehmen immer mehr von riesigen CRM-Projekten ab.

Kritik äußerte Macdonald außerdem an der Multi-Plattform-Ausrichtung der Softwarelösungen seiner Wettbewerber. „Diese Systeme scheitern im Bereich der mobilen Nutzung. Wenn die mobile Lösung nicht optimal funktioniert – was nur allzu häufig der Fall ist – und wenn sie in der externen Nutzung nicht genauso gut wie im Büro arbeitet, wird das Ganze schief gehen.“

Tatsächlich operiert eWare nicht auf genau demselben Markt wie Siebel. Im Gegensatz zu den multinationalen Konzernen, die den überwiegenden Teil des Kundenkreises von Siebel ausmachen, ist eWare vorwiegend auf dem Markt für Unternehmen mittlerer Größe vertreten.

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