Player und Abo-Dienst haben nichts mit XP-Service Pack zu tun

ZDNet sprach mit dem Real Vice President für Realone Services, Mark Hall, über den neuen Dienst "Superpass"

Der Streaming-Spezialist Real Networks (Börse Frankfurt: RNW) hat vor kurzem in London sein kostenpflichtigen Streaming Abo-Dienst „Real One Superpass“ für Europa vorgestellt. 14,99 Euro pro Monat wird das Abo kosten, mit dem die User dann unter anderem englischsprachige Video-Inhalte von CNN Europe, MTV, BBC und Sportübertragungen der UEFA oder von Wimbledon am PC mitverfolgen können. ZDNet sprach mit dem Real Vice President für Realone Services, Mark Hall, über den neuen Dienst.

ZDNet: Mit Realone Superpass haben sie im Juni in Europa einen Streaming Abo-Dienst gestartet. Wieviel Kunden haben sich bisher für den Service registriert?

Hall: Am 16. Juli haben wir gemeldet, dass wir am 30. Juni bereits über 750.000 zahlende Kunden weltweit haben. In dieser Zahl sind die europäischen Abonnenten eingeschlossen. Wir veröffentlichen diese immer zusammen mit unseren Quartalszahlen. Aufgrund geschäftlicher Vereinbarungen mit unseren Partner, haben wir beschlossen, nicht immer die Zahlen der einzelnen Dienste bekannt zu geben.

ZDNet: Die meisten der User haben zwei oder mehr Medien-Player auf ihrem Rechner. Microsoft hat für den 14. August das XP-Service Pack angekündigt, das unter anderem den Windows Media Player von dem Betriebssystem loslöst. Wollten sie die Realone-Software in USA und Europa gerade rechtzeitig zu diesem Termin starten?

Hall: Unsere Entscheidung einen neuen Player und Abo-Dienst zu entwickeln, hat absolut nichts zu tun damit, wie unsere Wettbewerber ihr Geschäft führen. Wir glauben, dass wir unseren Kunden einen sehr guten Player geben, der Grund genug ist, sich für diesen zu entscheiden, wenn man digitale Medien erfahren will. Mit Realone Superpass sind die programmierenden Partner in der Lage, ein noch besseres Medienerlebnis dem Endverbraucher zu liefern und dabei eine neue Einnahmequelle im Web zu öffnen. Mit jedem neuen Abonnenten, wird das Real-Ökosystem wichtiger für die programmierenden Partner. Das wiederum macht den Dienst interessanter für neue Kunden.

ZDNet: Während der Umsatz mit Geschäftsanwendungen rückläufig ist, wächst das Interesse der Endverbraucher an Abo-Diensten immer weiter. Warum beliefern sie nur englischsprachige User in Europa mit Superpass? Was ist mit den 40 Prozent im Web, die nur ihre Muttersprache beherrschen?

Hall: Das derzeitige europäische Angebot ist nur der Anfang. Real Networks hat eine Tradition, was die Entwicklung von Produkten und Diensten für nicht English sprechende Anwender angeht. Wir planen länderspezifische Versionen des Realone Players sowie dem Abodienst Superpass auf dem internationalen Markt anzubieten. Wir annoncieren keine neuen Produkte und Dienste, bevor sie verfügbar sind. Doch es wird bald etwas geben.

ZDNet: Die europäische Ausgabe von Realone Superpass kostet 14,99 Euro pro Monat. Was bekommen die Kunden für ihr Geld?

Hall: Derzeit erhalten die europäischen Abonnenten das Beste von BBC News, BBC World, Big Brother, CNN Europe, Cric Info, MTV, Old Grey Whistle Test, Top Gear, UEFA und Vidzone. Zusätzlich haben die Kunden Zugang zu Bonus Software-Features des Realone Players wie Turboplay (für Leute mit Breitband-Zugang), dem Toolbar- oder Theater-Modus, um nur ein paar zu nennen.

ZDNet: Sie bieten auch Musik im Abo-Dienst an. Wieviele Songs befinden sich im Angebot und wie sieht es hier mit dem Urheberrecht aus?

Hall: Den europäischen Abo-Kunden steht die Musik der Partner MTV (mit vielen „unplugged“-Versionen), BBC (mit Videos von Stars wie Alice Cooper, Elton John, Lynryd Skynyrd, Blondie, Talking Heads, Police oder Bruce Springsteen und U2) sowie 1000 Musikvideos von Vidzone zur Verfügung. Sämtliche Urheberrechtsangelegenheiten werden von den Partnern selbst geregelt. Der Musik-Abodienst Musicpass von Real ist derzeit nicht in Europa möglich.

Kontakt: Real Networks, Tel.: 0044171/6294020 (günstigsten Tarif anzeigen)

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