Neuem Telekom-Vize droht Strafanzeige

Gerd Tenzer muss sich bis morgen zu fehlerhaften Rechnungen äußern

Im Zusammenhang mit falschen Telefonrechnungen der Deutschen Telekom (Börse Frankfurt: DTE) droht dem neuen stellvertretenden Konzernchef Gerd Tenzer eine Strafanzeige. Wie der Geschäftsführer der Telefonkunden-Gemeinschaft „Communitel“, Bernd Stötzel, der „Welt am Sonntag“ sagte, entdeckte seine Firma bei der Untersuchung von 100 Millionen Datensätzen aus den Jahren 1999 bis 2001 Rechnungsfehler zu Lasten von Telekom-Kunden „in Höhe von ‚zig Millionen Mark“.

Die Telekom, insbesondere deren Vorstandsmitglieder, wüssten „nachweislich seit Jahren über die aufgezeigten Rechnungsfehler sowie interne Papiere Bescheid“. Sollte Tenzer bis kommenden Donnerstag nichts unternehmen und keine Gespräche mit Communitel suchen, werde Strafanzeige gegen ihn und andere Verantwortliche gestellt werden, sagte Stötzel weiter.

Nach Stötzels Angaben hat Communitel mit zahlreichen Hotelketten, Verbänden, Krankenhäusern und anderen Unternehmen bei der Telekom als Einkaufsgemeinschaft für insgesamt 15.000 Telefonanschlüsse Sonderpreise auf Dauer vereinbart. Als Service für die Kunden würden die Rechnungen überprüft. Dabei seien „seitenweise“ Einzelgespräche ohne Datum, Uhrzeit und Zielnummer mit einer Dauer von 0 Sekunden mit bis zu 1311,85 Mark in Rechnung gestellt worden. Kurzgespräche etwa über 31 Sekunden von Bonn nach Aachen seien mit 25 Mark verbucht worden.

Kontakt: Deutsche Telekom, Tel.: 0800/3301000

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1 Kommentar zu Neuem Telekom-Vize droht Strafanzeige

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  • Am 23. Juli 2002 um 12:58 von rainergaiss

    Die Fehler gibt es
    Nicht nur in diesem Mitgliederkreis, auch an andere wurden solche Rechnungen verschickt. Ich hatte auch die berechneten Nullgespräche.

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