Consors rutscht noch tiefer in die roten Zahlen

Nettoverlust im ersten Halbjahr bei 159 Millionen Euro, während Transaktionen um 40 Prozent einbrechen

Der Discount Broker Consors (Börse Frankfurt: CSO) ist im ersten Halbjahr noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Wie das Unternehmen mitteilte, lag der Nettoverlust nach vorläufigen Berechnungen bei 159 Millionen Euro. Der Großteil des Minus entfiel mit 119 Millionen Euro auf Abschreibungen und Wertberichtigungen „infolge der Verluste an den Börsen und des schwierigen Marktumfeldes“.

Aber auch im laufenden Geschäft erhöhte sich das Minus gegenüber dem Vorjahreszeitraum nochmals um vier Millionen auf 40 Millionen Euro. Die Geschäftsentwicklung habe im ersten Halbjahr und vor allem in den vergangenen drei Monaten „unter dem schlechten Börsenumfeld gelitten“, erklärte das Unternehmen.

Die Zahl der Kauf- und Verkauforder der Kunden des Unternehmens ging im ersten Halbjahr um 40 Prozent auf 2,6 Millionen zurück. Auf das erste Quartal entfielen dabei 1,4 Millionen Order, auf das zweite dann nur noch 1,2 Millionen. Die Zahl der Kundendepots stieg allerdings weiter an. Ende Juni 2002 wurden den Angaben zufolge 578.000 Konten geführt, davon 512.450 in Deutschland – Ende 2001 waren es insgesamt 565.700 Konten, davon 500.000 in Deutschland.

Durch die Börsenkrise lag in den Depots aber zuletzt immer weniger Geld: Waren dort Ende 2001 noch Vermögenswerte von 7,2 Milliarden Euro geparkt, sind es Ende Juni nur noch 5,8 Milliarden Euro gewesen. Consors gehört seit einigen Monaten zur französischen Bank BNP Paribas. Zuvor war das Unternehmen mehrheitlich im Besitz der angeschlagenen Schmidt-Bank.

Kontakt:
Consors, Tel.: 01803/252511 (günstigsten Tarif anzeigen)

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