Sony und Universal starten Musikplattform in Deutschland

Kunden sollen 99 Cent pro Titel per Vorauskasse, Kreditkarte oder die Rechnung der Deutschen Telekom bezahlen können

Die Musikunternehmen Universal und Sony (Börse Frankfurt: SON1) Music Entertainment machen ernst mit ihrem Musikdienst. So hat Universal laut einem Bericht der Zeitung „Die Welt“ angekündigt, ab dem 9. August Musikstücke per Internet über die Site Popfile.de anzubieten. Auch der japanische Konzern will diese Plattform zum digitalen Musikvertrieb nutzen.

Sony und Universal wollen laut dem Bericht bei der Bezahlmethode der Kunden mit der Deutschen Telekom (Börse Frankfurt: DTE) kooperieren. Universals Musikangebot werde zunächst rund 5000 Stücke aus dem eigenen Portfolio umfassen, sagte der Universal Deutschland Geschäftsführer Tim Renner. Der Preis pro Musikstück soll bei 99 Cent liegen, wobei der Anwender den Betrag per Kreditkarte oder Vorkasse bezahlen kann. Auch die Abrechnung über Telefonrechnung soll durch die Kooperation möglich sein.

Die aus dem Web gezogenen Stücke können laut Renner auch auf CD gebrannt werden. „Durch eine Schutztechnologie haben wir sichergestellt, dass ein heruntergeladenes Stück nur einmal gebrannt wird“, zitiert die Zeitung den Manager.

Sonys Entertainment-Abteilung will ebenfalls Musik aus dem eigenen Repertoire über Popfile.de anbieten. Während Universal Künstler wie Mary J. Blidge, No Doubt, Limp Bizkit, Enrique Iglesias und Brosis unter Vertrag habe, könne Sony beispielsweise mit Celine Dion, David Bowie, Oasis und Fatboy Slim aufwarten, so die Zeitung.

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3 Kommentare zu Sony und Universal starten Musikplattform in Deutschland

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  • Am 4. Juli 2002 um 16:57 von Denkt mal nach...

    Das wird teuer…
    Offensichtlich möchten die Konzerne überhaupt nicht, dass Musikstücke von Ihrem Dienst geladen werden, denn dieser ist schlich und einfach zu teuer!<br />
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    CDs kaufen ist billiger!!! Vor allem, wenn man noch die Onlinegebühren, sowie die Zeit und den Aufwand für das Zusammenstellen einer eigenen CD mit reinrechnet.<br />
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    Also ehrlich: Ich gehe lieber in einen CD-Shop…<br />
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    Noch ein Wort zum "illegalen" download: Einen Vorteil, den ich aus den Downloads von Songs aus dem Internet herausgefunden habe ist, dass der Wiedererkennungswert eines Stückes derart steigt, dass ich seither *wesentlich* mehr CDs kaufe (meine Statistik: Früher kaufte ich ca. 1 CD pro Monat / heute sind es 7 bis 10 CDs pro Monat)<br />
    <br />
    Ich gehe davon aus, dass die Industrie nicht nur an mir mehr verdient, seitdem es das (illegale) Internet gibt!

  • Am 5. Juli 2002 um 7:03 von Andreas C. Buhl

    Endlich…
    Allerhöchste Zeit wurde es wohl auch für diese Aktion! Und mit den Kosten von einem Euro auch zu einem durchaus angemessenen Preis, vermutlich folgt dann auch noch analog zu den USA die Vermarktung der kompletten CD für 9 Euro über&acute;s web. Kann ich gut mit leben, auch mit einem Kopierschutz der das weitere Erstellen von "Sicherheitskopien" verhindert. Meine persönliche Intention für&acute;s Kopieren war ohnehin die Tatsache, daß mich von einer neuen CD vielleicht 20% der Stücke wirklich begeistern, auf den Rest kann ich gut verzichten.

  • Am 5. Dezember 2003 um 22:02 von Dr.Ing.R.Nagel

    Selber schuld!
    Die Herrn aus der Musikbranche sollten sich mal fragen seit wann ihnen das Geld verloren geht. Glauben sie nicht das ich mir auch mal wieder gerne eine CD kaufen würde wenn sie wie früher zwischen 24-29DM kosten würde. Wie geschickt haben die Herren die Preise mal eben auf 19-24€ pro CD erhöht, für wie blöd halten die uns eigentlich. Nur wenn der Preis für eine CD wieder bei ca. 12-15€ liegt kaufe ich und sicherlich auch viele andere wieder. Nun ihr Herren aus der oberen Etage macht euch mal Gedanken.

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