Dell sagt Nein zu Itanium 2

PC-Hersteller setzt möglicherweise doch auf AMD und den Opteron

Eine ganze Reihe von Hardware- und Software-Unternehmen bringen in der kommenden Woche erste Produkte mit Intels (Börse Frankfurt: INL) neuem Itanium 2-Prozessor. Nicht dabei ist allerdings Dell (Börse Frankfurt: DLC). Die in Round Rock, Texas, beheimatete Firma hat derzeit kein Interesse an dem Server-Chip, erklärte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. „Aktuell befinden wir uns in einer ‚wait and see‘-Phase“, erklärte der Repräsentant des PC-Produzenten.

„Das muss ein wenig kompromittierend sein für Intel“, kommentierte der Analyst Kevin Krewell vom Microprocessor Report. Der Prozessorenexperte zeigte sich jedoch unbeeindruckt: „Wir gehen mit mehr OEMs (Original Equipment Manufacturers) und mehr Produkten an den Start als mit dem Itanium“, beschied ein Konzernssprecher schmallippig.

Dells Beziehung zu Intel war in Bezug auf Server-Chips schon immer ein wenig belastet: Eine von Dell im vergangenen Jahr vorgestellte Itanium-Workstation wurde nach wenigen Monaten wieder vom Markt genommen. Nach Angaben des Dell-Managers Joe Marengi tendierte die Nachfrage „gegen Null“.

Nach Angaben unternehmensnaher Quellen bei Dell und AMD (Börse Frankfurt: AMD) testet der PC-Hersteller derzeit intensive den Server-Chip Hammer beziehungsweise Opteron. Das war allerdings auch schon bei früheren Modellen der Fall, letztlich entschied sich Dell dann doch immer für Intel-Chips. Einen Überblick über die Hammer-Technolgie hat TechExpert Kai Schmerer im Beitrag Die Hammer-CPU zusammengefasst.

Der Server-Prozessor Itanium 2 wird 464 Quadratmillimeter groß sein und laut Intel über einigen Cache-Speicher verfügen. So bekomme der Chip einen drei MByte großen Level 3-Cache, einen 256 KByte Level 2-Cache und einen 32 KByte großen Level 1-Cache. Der bekannte Itanium-Serverchip verfügt zwar über einen vier MByte großen Level 3-Cache, dieser ist jedoch auf separaten Chips untergebracht. Auch der Level 2 ist bei der aktuellen Server-CPU nur 96 KByte groß.

Das erste Mal im Rampenlicht der Öffentlichkeit stand der Itanium-Nachfolger mit dem Codenamen McKinley auf dem Developer Forum in San Jose Ende August vergangenen Jahres (ZDNet berichtete). Damals präsentierte Intel erste Performance Tests für seine den neuen Server-Chip und kündigte an, dass Itanium 2 bei 64-Bit-Applikationen prinzipiell doppelt so schnell sein werde wie der Itanium, so die Intel-Managerin Lisa Hambrick damals.

Umfassende Informationen über die Leistungsfähigkeit aktueller Prozessoren bieten die ZDNet-Benchmark-Charts.

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