IVNM: „0190-Boykott ist falscher Schritt“

"Jeder Endverbraucher mit einer angeblich zu hohen Telefonrechnung wird demnächst die Bezahlung verweigern"

Der Interessenverband Neue Medien (IVNM) sieht in einem Boykott-Aufruf von 0190-Rechnungen große Gefahren für alle Unternehmen, die ihre Leistungen über besagte Telefonnummer abrechnen. Wie berichtet hatte die Verbraucherzentrale Hamburg 0190-geschädigten Bürgern dazu geraten, die entstandenen Forderungen nicht zu bezahlen.

„Dieser Aufruf ist in Anbetracht der derzeitigen Rezession in allen Bereichen der falsche Schritt“, so Vorstandsvorsitzender Jan Ginhold. „Jeder Endverbraucher, der meint, eine zu hohe Telefonrechnung erhalten zu haben, wird zunächst die Bezahlung verweigern. Dadurch werden jedoch nicht nur die wenigen unseriöse Anbieter getroffen, sondern auch vor allem die vielen, die sich an die gesetzlichen Vorschriften halten.“

Gerade in der Adult-Branche sei es oft so, dass der Endverbraucher sich über den Preis keine Gedanken mache, während er die gewünschten Inhalte abrufe. Erst später, wenn die betreffende Summe über die Telefonrechnung abgerechnet wird, sei der User verblüfft über den hohen Betrag, so Ginhold. Dieser fühle sich dann rein subjektiv geschädigt und behalte den Betrag ein, wodurch ein großer Schaden bei dem jeweiligen Unternehmen entstehe.

Astrid Hilgemann, Geschäftsführerin des IVNM erläuterte: „Unsere Mitglieder repräsentieren einen großen Teil der Adult-Branche, die das Abrufen ihrer Inhalte über einen Dialer abrechnet; diese sind alle bereit, sich an die gesetzlichen Regelungen zu halten. Der Webmaster in Deutschland ist sich sehr wohl der Gesetze bewusst und hält diese auch ein.

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5 Kommentare zu IVNM: „0190-Boykott ist falscher Schritt“

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  • Am 21. Juni 2002 um 18:56 von Ende der Abzockerei

    falscher Schritt ?
    Eine Unverschämtheit sind Dialer,

    welche durch den Großteil der Adultseitenbetreiber genutzt werden.

    Ein Dialer welcher aufgrund eines popup

    Fensters folgt ist kriminell.

    Ein popup Fenster ist aus seiner Art her unverlangt und muss durch den User ertragen werden ohne dessen Einverständnis. Hierbei wir der User ungefragt auf unverlangte Inhalte "navigiert" und überrumpelt.

  • Am 21. Juni 2002 um 22:25 von Kim Heuser

    Nicht ein falscher Schritt sondern eine Straftat
    So wie ich das verstehe,ruft die Verbraucherzentrale Hamburg öffentlich zu einer Straftat auf????

    Hui,wenn sich da nicht jemand in die Nesseln setzt.

    Wieviele User gehen nun auf die ach so geechteten Erotikseiten,wählen sich wissentlich mit einer Dialer-Software ein,nutzen eine Dienstleistung und zahlen dann nicht.

    Auweia,das wäre so,als wenn man sagen würde,man kann die teuren Preise bei der Bahn nicht mehr akzeptieren,"Bahnkunden zahlt nicht und fahrt Schwarz"

    Ich glaube,soetwas nenn man Erschleichen von Leistungen und das ist eine Straftat.

    Mal sehen,welch lustige Ideen den Leuten noch einfallen:-)

    Noch etwas in eigener Sache:

    Die Erotik-User sind doch die Leute,die am lautesten schreien,wenn sie nach übermäßigen Spass auf diesen Seiten die Rechnung dafür bekommen.

    Erst ohne ende gucken und spass mit sich selbst haben und dann nicht dafür zahlen wollen,tztzt.

    Das wäre genau das selbe ,als wenn man ins Bordell geht,eine nach der anderen durchziet und dann nicht zahlen wollen.

    Naja,lasst euch das mal durch den Kopf gehen.

    Ich habe in 13 Jahren Internet noch keinen ungewünschten Dialer auf meinem Rechner gehabt.

  • Am 22. Juni 2002 um 1:52 von sommer11

    Was heisst Abzockerei ????
    Also wenn ich mir die ganzen Diskussionen so betrachte wundert es mich doch sehr wie "dumm" die meissten Leute sich doch verhalten.

    Nun wer zockt eigentlich wen ab ???

    Die meissten Erotikanbieter halten sich absolut an alle Gesetze.

    Es heisst zwar sowas wäre verboten, wie Sex und Erotik zuverkaufen, aber trotzdem verdient der Staat sehr fleissig mit an diesem "Geschäft" und stellt dem Erotikwebmaster eine ganze Menge Vorschriften,damit er dieses Angebot überhaupt machen kann.

    1. Grundsätzlich mit Impressum,ganz deutlich,mit Name,Anschrift,Telefon,Fax

    2. Jeder Erotikwebmaster muss grundsätzlich einen Jugendschutzbeauftragten (meisstens einen entsprechenden Anwalt) in seiner Webseite angeben.

    3. Datenschutzerklärungen und Beauftragte im Impressum angeben

    4. Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften,ins genaueste Detail.

    Leute um in Deutschland Erotikwebmaster zu sein, muss man fast eine Ausbildung als Rechtsanwalt haben um alle Vorschriften voll und ganz einhalten zu können.

    Verstösst jemand daran, kommt es in den eigenden Reihen Regelmässig zu Abmahnungen, welche sehr teuer werden können und zumeisst auch zu Anzeigen.

    Selbst ein noch ganz neuer welcher überhaupt noch keinerlei Erfahrungen hat muss befürchten wenn im Impressum die Angabe des Jugendschutzbeauftragten fehlt entweder eine sehr teure Abmahnung zu bekommen, oder aber die Polizei vor seiner Haustür steht um seinen Rechner für mindestens 6 Monate wegzunehmen.

    Einen Jugendschutzbeauftragten gibt es aber auch nicht kostenlos, sondern muss für viel Geld je Monat bezahlt werden.

    Wie kommen nun solche Preise für Erotikdienstleistungen zustande ?

    1. Model zu fotographieren

    (Leute wer von Euch arbeitet gratis ?Wollt ihr nicht alle für eure Arbeit euer Geld ? Klar einige sagen "Warum zahlen, geht ja auch kostenlos" aber warum sucht ihr euch denn nicht ne gute Frau, ?)

    2. Fotographen kostet Geld

    3. Vertrieb kostet Geld

    4. Lizenzen sind sehr teuer !

    5. Steuern

    6. Kosten für Jugendschutzbeauftragte und Rechtsanwälte

    nur um einige Kosten aufzuzählen,

    …achja die Telekom verdient ja auch noch mit…

    Zumeisst gibt es mehr User welche Ihre Rechnungen stornieren entweder aus Angst die Ehefrau könnte dies erfahren

    oder aber einfach des Betruges willen.

    Selbst Kreditkarten werden einfach storniert…

    macht mal so weiter,dann gehen auch noch die letzten Erotikwebmaster ins Ausland…

    Die Erotikseiten sind die meisstbesuchtesten Internetseiten überhaupt tausende Bürger am Tag,weshalb schimpft ihr, sucht diese Seiten doch einfach nicht auf wenn Sie euch belästigen.

    Würde man die Erotik im Internet verbieten hier in Deutschland, dann werden viele ins Ausland abwandern und von dort aus senden,Steuergelder in Milliardenhöhe werden kaputt gemacht.

    Was glubt ihr wer diese dann zahlt ?

    Diese Milliarden Euro sind vom Staat fest verplant,fallen diese Summen aus,dann könnt ihr euch darauf verlassen dass in gar nicht allzulanger Zeit die Steuern wiederum massiv steigen werden.

    Aber offentsichtlich wollt ihr dies ja so.

    Und wenn die Webmaster im Ausland sind, können sie sowohl auch in deutsche Sprache senden, dort gibt es nicht so einen Jugendschutz wie hier in Germany,aber die Seiten sind erreichbar.

    Die USA Webmaster warten nur auf solche wie unseren Politiker weil wenn der deutsche Webmaster nicht mehr senden kann, kommt der Ami und wie will dann der deutsche Verbraucherschutz und die Staatsanwaltschaft dem Ami klarmachen, dass Hardcore seiten in Schulen ungeschützt nichts zu suchen haben, weil dem Ami ist es wurscht er lacht die deutschen aus und freut sich schon auf den nächsten Sommer….

  • Am 22. Juni 2002 um 10:15 von schlaflos1971

    Differenzieren
    Wenn ich hier die einzelnen Kommentare lese, stehen mir die Nackenhaare zu Berge. Wirklich toll, die Beiträge der dt. Adult-Webmaster. Ihr scheint aber nicht kapiert zu haben, das es gar nicht um Euch geht. Hier geht es um die schwarzen Schafe Eurer Branche. Wer von Euch behauptet, dass es da nur ein paar gibt, der ist ein Lügner. Ich bin lange genug im Web unterwegs um zu wissen, wie ich mir unerwünschte Dialer vom Hals halte. Doch viele User sind das eben nicht. Die fallen noch massenweise auf die angeblich gecrackten Dialer rein. Oder laden sich das doch so tolle kostenlóse Erotikprogramm herunter…. Wer behauptet er surft gelegentlich über Adult-Seiten und wäre noch nie ein Dialer in betrügerischer Absicht angeboten worden, der lügt! Was das Gejammere der meisten dt. Webmaster betrifft: Wer hier so tut, als könnte er seine Kosten nur Dank der Dialer gerade so decken ist ein Heuchler. Allerdings gebe ich Euch gerne recht, dass zumindest bei Betreibern aus und in Deutschland genügend Hinweise über die Kosten und die Installation vorhanden sind. Allerdings gibt es hier auch genügend Dialer deren komplette Deinstallation für den unerfahrenen User zum Problem wird…. Also nicht jammern, sondern zum Beweis der Seriosität mal lieber auf ein "paar" Euro Einnahmen durch Dialer verzichten und eben andere Zahlungsmöglichkeiten anbieten. Oder habt Ihr dann Angst nicht mehr genügend naive Kids, Teens und andere User abzocken zu können? Wenn dem nicht so ist, dann dürfte eine Umstellung kein Problem für Euch sein.

  • Am 23. Juni 2002 um 12:41 von T.Wenzel

    Es kann so einfach sein
    Hallo!

    Wer Angst hat vor Dialern sollte seine Telefongesellschaft beauftragen den Bereich 019.. zu sperren.(Die TK hat da ein Problem weil man sich über 010xx019xx immer noch einwählen kann) Bei meiner Gesellschaft (nicht TK) muß man als Kunde 0190 extra genehmigen. Ausserdem kann man laut FmGes. einen Betrag pro Monat festlegen der nicht überschritten werden darf.

    Zur Technik der Dialer:

    Es soll da ja nun welche geben die sich heimlich installieren und über die CAPI Schnittstelle unsichtbar im hintergrund arbeitet. Wird dies nachgewiesen ist das Computermanipulation zus. versuchter Betrug und einiges mehr. Dann ist Strafanzeige zu stellen !!(Also nicht versuchen das Ding zu löschen und BEWEISE VERNICHTEN) Stecker raus und damit zu einem Sachverständigen.

    Persönliche Anmerkung:

    Der Gesetzgeber ist gefragt und aufgefordert eine eindeutige Lösung schnellstmöglich zu finden !!!!

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