KPNQwest erhält Galgenfrist

Angeblich sind mehrere Millionen Euro zur Rettung des Hosters eingegangen

Das Zittern um KPNQwest geht weiter: Nachdem sich am Wochenende entlassene Mitarbeiter in der Firmenzentrale verschanzt hatten, ist nun Bewegung in den Fall gekommen: Laut einem Bericht des „Financieel Dagblad“ haben die Gläubiger der angeschlagenen Firma mehrere Milionen Euro von den Kunden des Hosters erhalten, um eine Abschaltung des Netzwerks zu verhindern. Allerdings wollten die beteiligten Banken nicht kommentieren, ob und wie lange das Geld reicht.

Gespräche mit einem großen europäischen Telekommunikationsunternehmen über eine Ausgliederung des Ebone-Netzes seien bereits am Laufen. Ebone ist eine belgische Tochter von KPNQwest. Das Unternehmen hat inzwischen von der Konzernmutter KPN die Zahlung von 23 Millionen Euro gefordert – KPN besitzt noch 40 Prozent der angschlagenen Firma, Qwest hält 49 Prozent. Die niederländische Mutter wollte die Höhe der Forderung nicht bestätigen, soll aber angeblich täglich 500.000 Euro zahlen, um das Netzwerk nicht offline gehen zu lassen.

Hierzulande hat sich Strato vom niederländischen Hoster gelöst: Der Provider hat am Freitag das Karlsruher Rechenzentrum mit einer zusätzlichen Internet-Ankopplung über eine 600-MBit -Leitung von Lambdanet versorgt. In den nächsten Tagen soll laut Strato eine weitere Internet-Ankoppelung der Cable&Wireless hinzukommen.

Themenseiten: Business, Telekommunikation

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu KPNQwest erhält Galgenfrist

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *