Attentat auf Pim Fortuyn im Web vorbereitet

Mutmaßlicher Mörder des Rechtspopulisten informierte sich online über Schauplatz des Anschlages und Fernsehtermine des Opfers

Der mutmaßliche Mörder des niederländischen Rechtspopulisten Pim Fortuyn hat das Attentat mit Hilfe des Internet geplant. Im Auto des Verdächtigen seien Ausdrucke gefunden worden, die den Schauplatz des Anschlages zeigten sowie auf Fernseh- und Hörfunksendungen hinwiesen, an denen Fortuyn teilnehmen wollte, berichtete die niederländische Zeitung „NRC Handelsblad“ unter Berufung auf Ermittlungen der Polizei.

Die Ermittlungen hätten zudem gezeigt, dass der Festgenommene seine Tat allein geplant habe. Der mutmaßliche Mörder Fortuyns hat den Angaben zufolge auf Anraten seiner Anwälte die Aussage bislang verweigert. Fortuyn war am 6. Mai vor einer Radiostation in der niederländischen Stadt Hilversum mit mehreren Schüssen getötet worden. Der mutmaßliche Täter, ein radikaler Umweltaktivist, wurde kurze Zeit später festgenommen. Ein Termin für den Prozessbeginn steht noch nicht fest.

Auch der Amokläufer von Erfurt hatte sich mittels des Internet auf seine Tat vorbereitet: Auf dem Rechner des Täters waren vor einigen Wochen eine ausführliche Dokumentation zum Schulmassaker von Littleton gefunden worden, der 19-jährige Schüler soll außerdem seine Tat per Chat angekündigt haben.

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2 Kommentare zu Attentat auf Pim Fortuyn im Web vorbereitet

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  • Am 10. Juni 2002 um 10:13 von Thilo

    Internet zu gefährlich!
    Da bleibt ja nur noch eine Schlussfolgerung:

    VERBIETET DAS INTERNET!

  • Am 11. Juni 2002 um 18:29 von Annon

    Weg mit den Grünen!
    Da kann man wohl nur einen Schluß ziehen – der Attentäter war ein Umweltschützer; also müssen wir den Umweltschutz verbieten. Entsprechende Parteien (Grüne, ÖDP) und deren Koalitionsparner (SPD) natürlich gleich mit, damit sowas auch NIEEE wieder vorkommt.

    So ungefähr sieht die Argumentation bei Erfurt aus, oder?

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