Telekom: Wieder Ärger um Vorstandsgehälter

Aktienoptionsplan im Wert von einer Milliarde Euro taucht angeblich nicht in der Bilanz auf

Neuer Ärger um die Gehälter der Telekom-Spitze: Wie das „Handelsblatt“ in seiner Donnerstagsausgabe berichtete, kritisieren Bilanzexperten, dass die Deutsche Telekom (Börse Frankfurt: DTE) die zu erwartenden Kosten für den Aktienoptionsplan 2001 im Wert von über einer Milliarde Euro nicht in ihrer Bilanz ausweise.

Möglich sei dies durch ein Schlupfloch in den amerikanischen Bilanzierungsregeln US-Gaap. Optionspläne sollen als Anreiz für Manager dienen. Zu einem vorab festgelegten Preis und Zeitpunkt können Führungskräfte Aktien ihres eigenen Unternehmens kaufen. Steigt der Kurs bis dahin, erzielen sie Gewinne.

Dies gehe zu Lasten der Aktionäre, bemängelt Optionsexperte Leonhard Knoll von der Universität Würzburg im „Handelsblatt“. Die Telekom berücksichtige die Aufwendungen erst, wenn die Manager ihr Recht ausübten, berichtet das Blatt weiter. Das dürften sie, sobald die T-Aktie einen vorab festgelegten Kurs um 20 Prozent übersteigt. Dann kämen auf den Konzern weitere Milliardenverluste zu, schreibt die Zeitung.

Kontakt: Deutsche Telekom, Tel.: 0800/3301000

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1 Kommentar zu Telekom: Wieder Ärger um Vorstandsgehälter

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  • Am 7. Juni 2002 um 10:11 von Dieter

    Vorbildfunktion
    Wie heißt es doch in Bewerbungsgesprächen. Welche Vorbilder aus der Wirtschaft haben sie eigentlich.

    Dann sollten sich die Arbeitnehmer bei der nächsten Lohnrunde daran mal ein Beispiel nehmen.

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