Telekom: Kritik an Optionsprogramm wächst

Rechtswissenschaftler übt scharfe Kritik an "Ausplünderung der Aktionäre"

Kurz vor der Hauptversammlung der Deutschen Telekom (Börse Frankfurt: DTE) hat der Hamburger Rechts- und Wirtschafswissenschaftler Michael Adams astronomische Aktienoptionen für Manager des Bonner Konzerns krtisiert. Das für 2001 genehmigte Optionsprogramm könne den Vorstandsmitgliedern bei einer Laufzeit von zehn Jahren „einen dreistelligen Millionen-Betrag zuschanzen“, sagte Adams dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe).

Dies komme einer „Ausplünderung der Aktionäre“ gleich. Es sei nicht zu fassen, dass das Optionsprogramm ohne Widerstand von Finanzminister Hans Eichel (SPD) und „ohne Aufschrei der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat über die Bühne gehen konnte“.

Der Telekom-Vorstand hätten „trotz des katastrophalen Verfalls des Unternehmenswertes“ für 2001 1,74 Milliarden Aktienoptionen erhalten, sagte Adams der Zeitung. „Diese Optionen führen zu einem Gewinn von 110 Millionen Euro, falls der Kurs der T-Aktie in den nächsten zehn Jahren auf 100 Euro steigt.“ Für das Jahr 2002 sei ein weiteres Optionsprogramm aufgelegt worden, das dem Vorstand noch weit höhere Gewinne ermögliche.

Dabei profitierten die Telekom-Manager um Ron Sommer laut Adams vom weiter gesunkenen Kurs der T-Aktie. Da der aktuelle Kurs Berechnungsgrundlage für die Aktienoptionen sei, könnten die Vorstände die Optionen nach einer in den kommenden Jahren erwarteten Erholung mit hohen Wertzuwächsen verkaufen.

Kontakt: Deutsche Telekom, Tel.: 0800/3301000

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