Politiker erwägen Preislimit bei 0190er-Nummern

Obergrenze könnte kommen / Engagement der Politik nimmt zu

Die Bundesregierung will möglicherweise ein Preislimit für 0190er-Nummern einführen, um so Betrügern das Handwerk zu legen. „Wir erwägen die Einführung einer Obergrenze“, sagte der Staatssekretär im Bundesverbraucherschutzministerium, Alexander Müller, dem Münchner Magazin „Focus“.

Damit sollen dem Bericht zufolge die in letzter Zeit überhand nehmenden Betrügereien eingedämmt werden. Mit der Änderung müssten demnach Anbieter von 0190-Nummern nachweisen, dass sie zu Recht Geld vom Kunden verlangen. Das Preislimit soll demnach greifen, wenn die von Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) angekündigte Änderung der Telekommunikations-Kundenschutzverordnung keinen Erfolg zeigt.

Vergangene Woche erst hatte Verbraucherministerin Renate Künast die rasche Einführung eines 0190er-Gesetzes angekündigt. Bereits im kommenden Monat soll ein Gesetz auf den Weg gebracht werden, das Dialer mit überhöhten Einwahlgebühren verhindern wird, versprach die Ministerin.

Künast konkretisierte darüber hinaus das Gesetzvorhaben, das bereits Anfang Mai erstmals skizziert worden war. So sieht es unter anderem vor, dass Betreiber der 0190er-Nummern ihre Seriosität nachweisen müssen. Wenn ein Kunde den Forderungen widerspreche, dürften die Netzanbieter die Summe nicht einfordern und zudem die Telefonleitung bei Zahlungsverzug nicht kappen.

ZDNet warnt vor den jeweils neusten Maschen der Anbieter und hat die wichtigsten Nachrichten zu dem Thema in einem News-Report gesammelt.

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