Französische Handyprovider müssen genauer abrechnen

Verbraucherschützer bekommen gegen Netzbetreiber Recht

Alle drei französischen Mobilfunk-Betreiber müssen künftig genauer abrechnen. Wie die Verbraucherschutzorganisation UFC-Que Choisir bekannt gab, bekam sie am Mittwoch von einem Gericht der Pariser Vorstadt Nanterre in einem Verfahren gegen die Betreiber Orange (France Télécom), SFR (Vivendi Universal) und Bouygues Télécom Recht.

UFC-Que Choisir hatte den Handynetz-Betreibern vorgeworfen, die Werbung für ihre Tarife mit monatlichen Stundenpauschalen sei irreführend. Zumindest in einigen Fällen können französische Kunden damit künftig für Handy-Telefonate nach der ersten Minute auf die Sekunde genau zahlen: Dieses Angebot muss etwa SFR allen Kunden erneut unterbreiten, die bereits vor dem 15. Mai 2000 eine sekundengenaue Abrechnung erhielten.

Damit muss das Unternehmen seine Praxis aufgeben, nach der ersten Minute in 15- oder 30-Sekunden-Blöcken abzurechnen. Diese Verurteilung von SFR komme einer „Grundsatzentscheidung“ gleich, auf die sich nun alle Verbraucher in Frankreich bei allen Handy-Verträgen berufen könnten, sagte UFC-Justiziarin Gaëlle Patetta.

Die Handy-Kunden sollten sich an ihren Netzbetreiber wenden, um eine sekundengenaue Abrechnung zu erhalten. Die allererste Gesprächs-Minute gibt es indes weiterhin nur zu einem Festpreis.

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