AOL: Verlust beträgt 54,2 Milliarden Dollar

Abschreibungen belasten wie erwartet das Ergebnis / Unternehmen setzt 60-jähriger Gewinnserie im S&P 500 ein Ende

Wie erwartet hat der Internet- und Mediengigant AOL Time Warner (Börse Frankfurt: AOL) im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Rekordverlust von 54,2 Milliarden Dollar (fast 61 Milliarden Euro) gemeldet. Es ist eines der größten Verluste in der US-Firmengeschichte; er entspricht dem Bruttosozialprodukt von Ländern wie Uruguay oder Bulgarien.

Als Gründe für den enormen Verlust gab der Konzern unter anderem die seit Anfang des Jahres gültigen neuen Regelungen für Firmenwertabschreibungen an, ein Abrutschen des Firmenwerts sowie die allgemeinen Rückgänge in der Werbung.

Mit dem gestern veröffentlichten Verlust bricht der Konzern eine über 60 Jahre währende Tradition im US-Börsenindex S&P 500: Zusammengerechnet hatten die im Index notierten Unternehmen Quartal für Quartal einen Gewinn erwirtschaftet, selbst während des Zweiten Weltkriegs. Der Internet-Gigant hat diese lange Serie nun beendet.

AOL Time Warner ist seit der Fusion der weltgrößte Medienkonzern und betreibt mit über 32 Millionen Nutzern auch den größten Internet-Dienst. Zu dem US-Unternehmen gehören unter anderem der Internet-Anbieter AOL, der Fernsehsender CNN und das „Time“-Magazin. Vor zwei Jahren lag der kombinierte Marktwert von AOL und Time Warner bei 290 Milliarden Dollar. Bei Schließung der Aktienbörsen am Mittwoch lag er nur noch bei 86 Millarden Dollar.

Kontakt:
AOL, Tel.: 040/361590 (günstigsten Tarif anzeigen)

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