X-Box fällt um 180 Euro im Preis

Microsoft will für Nintendos neuen Gamecube-Start gerüstet sein / Frühere Käufer sollen vom US-Konzern ein Dankeschön-Paket erhalten

Microsofts Spielekonsole (Börse Frankfurt: MSF) X-Box sagt Nintendos neuen Gamecube, der am 3. Mai in die Läden kommen soll, den Preiskrieg an. So will der US-Konzern den europäischen Preis für seine Konsole von derzeit 479 auf 299 Euro senken. Eine Leipziger Niederlassung des Mediamarkts hatte zum Marktstartt das Gerät ebenfalls 299 Euro angeboten. Kurze Zeit später schnellte die Konsole wieder im Preis um 38 Prozent nach oben (ZDNet berichtete).

Laut Microsoft soll ab 26. April die X-Box jedoch dauerhaft um 180 Euro gesenkt im Handel zu haben sein. Die Konkurrenz Nintendo will ihren neuen Gamecube zumindest für 249 Euro an den Start schicken. Auch Wettbewerber Sony (Börse Frankfurt: SON1) verlangt für seine Playstation2 299 Euro.

Doch auch die Absatzzahlen müssten Microsoft zu dem Schritt bewogen haben. So erklärte die Investment Bank Soundview Technology Group, dass sich Käufer von Microsofts Spielekonsole X-Box in Europa und Japan sehr zurückhaltend zeigen. Der Konzern werde seine geplanten Umsätze auf keinen Fall realisieren können, hieß es damals weiter.

„Wir machen heute eine ganz klare Ansage – wir meinen es sehr ernst mit dem europäischen Markt“, proklamierte dagegen der Vice President X-Box Europe, Sandy Duncan. So hält er dagegen: „Die phänomenal positive Resonanz durch Testberichte, Preise und Spielverkäufe hat uns klar gezeigt, dass die Konsumenten X-Box lieben. Wir werden sicherstellen, dass der Preis nicht das Hindernis auf dem Weg zur Erfahrung ist.“

Dies sei eine strategische Entscheidung, die unsere Partner im Einzelhandel, im Bereich Software und alle Videospieler begeistern werde, konstatierte Duncan. Kunden, die die X-Box schon zum ursprünglichen Preis gekauft hätten, würden ein Dankeschön-Paket erhalten. Details dazu will Microsoft nächste Woche auf seiner Konsolen-Site verkünden.

Wie ein ZDNet-Report ergab, muss man für die sinnvolle Nutzung der X-Box mit Zusatzgeräten rund 800 Euro investieren.

Bereits auf der Comdex präsentierte Bill Gates den Einsatz der Spielekonsole. ZDNet bietet Videomitschnitte der wichtigsten Reden, darunter den X-Box-Beitrag.

Kontakt: Microsoft, Tel.: 089/31760 (günstigsten Tarif anzeigen)

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1 Kommentar zu X-Box fällt um 180 Euro im Preis

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  • Am 18. April 2002 um 9:55 von Jürgen

    Konsequenter Schritt
    Ich bin kein X-Box Besitzer, finde dies jedoch einen konsequenten Schritt von MS, wenn die X-Box tatsächlich strategischen Wert für das Unternehmen haben soll.

    Auch die Beschreibung auf der X-BOX Site wie die Gratis-Spiele bezogen werden können, ohne viele Umstände und ohne Rechnungskopie gefällt mir.

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