Windows XP ist München zu teuer und unsicher

Stadt müsste 4,5 Millionen Euro für ein Upgrade der rund 10.000 Computer auf Office XP ausgeben

Unsicher und zu teuer, so lautet die Meinung der Münchner Stadtverwaltung zu Microsofts (Börse Frankfurt: MSF) aktuellem Betriebssystem Windows XP. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete, ist die Stadtverwaltung derzeit auf der Suche nach Alternativen für seine 10.000 Rechner der Stadtverwaltung. Momentan laufen die PCs noch mit Windows NT 4.0 und Office.

Die Lizenzen werden zu teuer werden und die Datensicherheit sei nicht garantiert, hieß es in einer Vorlage des städtischen Amts für Informations- und Datenverarbeitung (AfID). Die Münchner regen sich dem Bericht zufolge über die neue Preis-, und Lizenzpolitik des Softwarekonzerns auf. Demnach sollen Großkunden künftig jedes Jahr für die Software-Lizenzen zur Kasse gebeten werden (ZDNet berichtete). Zudem besteht laut Microsoft dann eine Update-Pflicht für den Lizenznehmer.

Wolle die Stadt auf Office XP aufgraden, müsse die Stadt 4,5 Millionen Euro ausgeben. Neben dem Preisanstieg sei „nicht kontrollierbar, ob Microsoft womöglich Zugang zu hoch sensiblen Daten der Stadt gewinnt“, so AfID-Vize Helmut Hoefer gegenüber der Zeitung.

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Kontakt: Microsoft, Tel.: 089/31760 (günstigsten Tarif anzeigen)

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7 Kommentare zu Windows XP ist München zu teuer und unsicher

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  • Am 15. April 2002 um 23:25 von Sloviks

    Zu teuer???
    Nein, Die Jungs sind schlauer. Bravo Bayern!!!!

  • Am 16. April 2002 um 0:07 von indio6

    4,5 Mio Euro???!
    Das Vollpodukt kostet nur 199 Euro (siehe da: http://www.kmelektronik.de/root/shop4/x4l.html)und das ist schon der Einzelpreis – das sind Schätzungsweise ca. 150 Euro bei der Menge – das sind wenn überhaupt nur 1,5 Mio. Wo kommen die anderen 1,5 Mio. her – Implementierung? Linux ist da wohl ein wenig komplizierter zu installieren und die Zusatzsoftware (Office+Tools) – gewönungsbedürftig…?!

    Desweiteren würde ich sagen das die Sicherheit von Linux momentan evtl. noch über der von WIN XP liegt – aber es fängt auch bei den "Linux-Jüngern" schon an zu würmen (um so mehr verbreitet ein Betriebssystem und je größer die "Firma" die es einsetzt ist um so mehr Spass macht es manchen Leuten dieses zu knacken). Ich bin selbst noch nie unter WIN98 gehäckt worden und ich denke, wenn man gewisse Voraussetzungen schafft ist WIN98 und die weiteren Folgen Generationen davon schon sicher. Was will MS eigentlich spionieren – weiss jemand was konkretes, würd mich dringend interessieren!?

    Die Behörden entscheiden mal öfters nach komischen Richtlinien….

  • Am 16. April 2002 um 10:17 von Navid Zamani

    indio6 @ microsoft
    Tja, Microsoft!

    Glaubt ihr wir wären so blöd und würden nicht merken dass ihr das wart?

    Man sieht dass ihr keine ahnung von sicherheit habt! Sonst würdet ihr nicht "gehäckt" schreiben! *g*

    (An alle die jetzt lachen: "gehackt" ist ebenso falsch! dekt mal drüber nach!)

    Für die die’s wirklich wissen wollen:

    http://www.tuxedo.org/~esr/jargon/html/entry/hacker.html

    (Das original!)

  • Am 16. April 2002 um 10:40 von udla

    Wieso eigentlich muss München XP haben ?
    Also das verstehe ich nicht, aus welchem Grund muss München denn auf XP upgraden, bzw. warum wird das überhaupt in Betracht gezogen ?

    Muss da irgendeine neue propietäre Software installiert werden, die nur auf XP läuft ;-) ???

    Natürlich gönnt man sich dann mit einem Softwareupdate dann auch noch neue Hardware, weil der alte Pentium III ist ja schon zu 10 % ausgelastet ;-))

    Möglicherweise muss auch noch das Budget für dieses Jahr verschleudert werden, damit man im nächsten Jahr wieder die gleiche Summe zur Verfügung hat. Ich wohne zwar nicht in München, aber nichtsdestotrotz geht mir so was über die Hutschnur.

    Behörden sollten generell nur Terminalserver einsetzen, damit die Mitarbeiter sich nicht mit Hardware-/Treiber oder Softwareproblemen rumschlagen müssen, oder eine ganze Armee von Sysadmins in der Behörde rumläuft und Steuergelder vernichtet.

    Dies ist nur die Meinung eines einfach strukturierten gelernten Kaufmannes.

    Sagt mal was dazu.

    Gruss

    UDLA

  • Am 16. April 2002 um 15:41 von Brother Tak

    Also mal ehrlich
    das was die Beamten in den Ratsstuben so machen, dazu reicht doch wohl immer noch ein C64 und Geos….

    BT

  • Am 16. April 2002 um 17:18 von Caveman

    Vermutung
    München muß vermutlich das Betriebssystem wechseln, weil NT4 von MS nicht mehr unterstützt wird. Wobei wir bei den Supportkosten wären, vielleicht ist das die Differenz von 2 auf 4,5 Mio.?

  • Am 29. April 2002 um 13:15 von kritischer User

    XP in München
    Da bin ich ja angenehm überrascht, dass in den Amtsstuben doch noch ein paar fähige Köpfe arbeiten (und hoffentlich genügend Entscheidungsbefugnis haben). Vom Leistungsumfang genügen für 90% aller Anwender MSOffice97 (oder besser Staroffice). Viele (auch in der freien Wirtschaft) arbeiten mit Word ähnl. wie mit einer Schreibmaschine und benutzen keinerlei Formatvorlagen o.ä. Wozu also auf eine neuere Version updaten? Zu Windows NT kann ich nur sagen, dass der Wartungsaufwand hoch ist und bei Win XP sicher nicht sehr sinken wird. Dazu hat MS eine viel zu schlechte Firmenkultur, um qualtitativ hochwertige und vor allem wartungsarme System programmieren zu können. Allein schon der Ärger, wenn man sich mit einem MS Servicepack viele neue Bugs mitinstalliert (oft unter Win NT und zuletzt unter Win2000 erlebt). Aber im Marketing isnd sie gut – die Jungs von Microsoft. Wer kann schon schlechte Ware zu überhöhten Preisen wie die verkaufen? Und dann scih eine derart freche Lizenzpolitik erlauben. Zum Glück klappt es ja nicht immer, da manche Firmen und Behörden doch noch mitdenken! Und wer´s immer noch anzweifelt, kann in zahlreichen Foren und Berichten nachlesen, wann und wo Microsoft versucht, an die Daten seiner Benutzer zu kommen und Nutzungsprofilge zu erstellen. Ausserdem versucht MS in vielen Bereichen zu manipulieren, Firmen mit eher unfeinen Methoden vom Markt zu verdrängen und schickt sogar Briefe mit Adressen von Verstorbenen (passiert in den USA)! Das schliesst m.E. die Verwendung von MS-Produkten in öffentlichen und privaten Bereichen doch weitgehend aus. Denn – es fängt immer klein an und später hat´s dann keiner vorher bemerkt!!

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