Sicherheitsrisiko Überwachungskamera

Gedacht als Babysitter öffnen Videocams in Kinderzimmern Einbrechern Tür und Tor

In den USA haben Zehntausende von Haushalten eine Überwachungskamera für den Nachwuchs, so genannte Nanny-Cams, installiert. Damit haben Eltern beispielsweise vom PC aus das Baby im Auge. Leider auch viele Diebe, vor denen die Kamera eigentlich auch schützen sollte.

Wie die „New York Times“ aufdeckte, können im Umkreis von etwa 400 Meter mit einem rund 250 Dollar teuren Receiver die Bilder der Überwachungskamera, beispielsweise vom Typ „X10„, eingesehen werden. Diebe sind dadurch in der Lage, sich mit den Gegebenheiten in einem Haus vertraut zu machen, noch bevor sie es betreten haben. Aber auch Läden offenbaren einen Blick auf ihre Örtlichkeiten, Kunden und Angestellte.

Nach Angaben des Rechtsprofessors Clifford Fishman von der Catholic University of America in New York ist das Einsehen von privaten Videokameras nicht strafbar. Nur das Abhören sei illegal, von Videos stehe nichts im Gesetz. Nach Angaben des Sicherheitsexperten Aviel Rubin von den AT&T Labs seien besonders Hightech-verliebte Gegenden wie die Bay Area bei San Fransisco für solche „überwachte Überwachungen“ anfällig. Dort gebe es besonders viele Kameras, die auf einfachste Weise „gehackt“ werden könnten.

Der bekannte Analyst Rob Enderle von der Giga Information Group outete sich als Fan der x10-Kamera. Sie sei das billigste Produkt seiner Art auf dem Markt „und sie macht einen guten Job“. Nachdem er von der Möglichkeit des Mit-Sehens in Kenntnis gesetzt wurde, erklärte er: „Ganz klar, wenn Sie das Teil in Ihrem Badezimmer platziert haben, könnten einige den Einblick mögen.“

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