„France Télécom schuldet jedem Mobilcom-Aktionär 200 Euro pro Aktie“

US-Investor Wyser-Pratte fordert Übernahmeangebot

US-Investor Guy Wyser-Pratte fordert ein Übernahmeangebot für Aktionäre von Mobilcom (Börse Frankfurt: MOB). Das berichtete die „Wirtschaftswoche“ vorab. Die Abfindung müsse mindestens der von Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid entsprechen, der 22 Euro pro Aktie erhält, sagte Wyser-Pratte.

Aber er will mehr – seine 200-Euro-Forderung hält der US-Investor weiter für gerechtfertigt: „Das Verhalten von France Télékom zeigt, dass sie Mobilcom faktisch kontrollieren. Wenn das heute so ist, dann war das auch im Jahr 2000 schon so, als sie ihren Anteil an Mobilcom kauften.“ Wenn man dies der France Télékom nachweisen könne, so Wyser-Pratte, „schulden sie jedem Aktionär 200 Euro pro Aktie“.

In dürren Worten hatte France Télécom dem Mobilcom-Chef Gerhard Schmid Ende März den Stuhl vor die Tür gesetzt: „Mobilcom-Hauptaktionär Gerhard Schmid und France Télécom haben sich auf einen grundsätzlichen Weg geeinigt, die aktuellen Streitfragen zu lösen: Danach verkauft Gerhard Schmid seine Anteile an eine Gruppe von Finanzdienstleistern“, hieß es damals. Der Streit zwischen den Franzosen und Mobilcom hatte zeitweise den Anstrich einer Schmierenkomödie: France Télécom war unter anderem brüskiert, dass Schmids Frau Sybille Schmid-Sindran rund zehn Prozent der Aktien zusammengekauft hatte. Auch zeigten sich die Franzosen unwillig, weitere Milliarden in die neue Mobilfunk-Generation UMTS zu pumpen. Selbst die Mithilfe bei einer Mobilcom-Umschuldung im Juli wurde plötzlich in Frage gestellt (ZDNet berichtete).

Kontakt: Mobilcom, Tel.: 04331/6900 (günstigsten Tarif anzeigen)

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