0190-Dialer: Anbieter wollen gemeinsame Standards

Eine verrufene Branche will sich einen seriösen Anstrich geben

Die aktuelle Diskussion um maßlos überteuerte und irreführende 0190-Dialer hat erstmals verschiedene deutsche Anbieter solcher Software an einen Tisch gebracht. Auf Initiative des Anbieters von Anti-Dialer-Software My Channel haben sich in Berlin verschiedene Hersteller auf eine gemeinsame Linie verständigt. Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem Mainpean, EOPS, Telecoin.de und iCom Media.

Der Initiator berichtet, in wesentlichen Punkten sei ein Anforderungskatalog für Internet-Dialer verabschiedet worden, an den sich die Anbieter künftig halten wollten. Die wichtigsten Kriterien laut My Channel: transparente Einwahl und Kosten, keine Trojaner-Funktionen, Hinweise auf Hersteller und Anbieter sowie keine Einrichtung zur Standardverbindung auf dem Computer.

Geplant sei zudem, dass künftig ein so genanntes Dialer-Gütesiegel die Verbraucher aufklären soll. Die Anbieter erklärten, sich strikt an die Aufnahmekriterien für das Gütesiegel zu halten.

Bei einigen Dialern werden für die einmalige Nutzung Beträge bis zu 900 Euro fällig (ZDNet berichtete). ZDNet hat einen News-Report zum Thema zusammengestellt. Darin finden sich neben den neusten Nachrichten zur Nepp-Software auch wichtige Internet-Adressen und Hilfe gegen bereits eingenistete Dialer.

Themenseiten: Software, Telekommunikation

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10 Kommentare zu 0190-Dialer: Anbieter wollen gemeinsame Standards

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  • Am 28. März 2002 um 19:59 von Frank Arnold

    Windows und seine Scheunetore
    Das sich die, welche mit diesem unseriösen Mist eine goldene Nase verdienen (Sorry, ich halte 0190-Dialer-Anbieter alle für Ganoven) nun an einen Tisch setzen ist doch wohl eher ein Scherz? Der Teufel versucht jetzt nach den Texten der Bibel zu leben?

    Die Welt ist schlecht! Wer immer noch mit der Meinung Online geht "ich werde schon aufpassen", sollte sich schonmal nach einem Zweitjob umsehen um die Kosten die evtl. auf ihn zukommen abdecken zu können, denn auf genau diese Einstellung freuen sich die 0190-Dialer-Abzocker!

    Mit einem Betriebssystem ins Web zu gehen, bei dem jeder Benutzer alles erdenkliche auf dem System machen kann ist einfach nur Dämlich!

    Entweder auf das sichere und stabilere Linux setzen oder zumindest ein NT-basiertes Windows indem man _nur_ mit einfachen Nutzerrechten unterwegs ist (niemals als Administrator oder Root Surfen!!!).

    Man kann sich Schützen, aber wahrscheinlich müssen erst einige ein paar Tausend Euro bezahlt haben, bis ihnen ein Licht in Sachen Computersicherheit aufgeht!

  • Am 28. März 2002 um 22:34 von Werner

    Nicht zeitgemäß
    Wenn es endlich ein einfach zu bedienendes und sicheres System für’s Micropaymant gibt, werden Dialer überflüssig. Viele Internetanwender können dialerbasierte Dienste ja gar nicht nutzen, nämlich alle, die über (semi-)permanente Verbindungen ins Internet gehen (Tv-Kabel, DSL, Satellit, Standleitung). Bei dem was solche Dienste bieten, ist das ja aber wohl ohnehin eher ein Vorteil.

    Ansonsten kann ich mich nur anschließen. In’s Internet nur mit Systemen, auf denen sich Zugriffe kontrollieren lassen, z.B. ein Unix-Abkömmling oder eine der "großen" Windows-Versionen (NT, 2000, XP)

  • Am 29. März 2002 um 8:42 von H. Reinemann

    Anbieter wollen gemeinsamen Standard
    Diese Absprache der Hersteller von Dialerprogrammen ist doch nur der Versuch sich ein legales Ansehen zu verschaffen.

    Meiner Meinung nach haben 0190- Nummern im Internet keine Daseinsberechtigung.

    Das Ziel eines Anbieters unter 190- Nummern im Internet, ist doch nur die Benutzer abzusocken. Ich bin für ein generelles Verbot der 190- Nummern im Internet.

  • Am 31. März 2002 um 12:15 von Babel San

    0190-Dialer
    Noch vor einigen Jahren konnten 0190-Nummern nur per Telefon angewählt werden. Dies setzt voraus, dass ich wissentlich handel, was das wollen natürlich indiziert. Die Obergerichte haben die Minderjährigen, die vom Gesetzgeber eingentlich einen hohen Schutz unterstellt sind, als Vertreter der Elter gesehen und somit die Forderungen gegen die Eltern bejaht.

    Diese Realität hat sich gewandelt. Man kommt auf eine Seite und es springt eine Fenster auf, in dem ein Download angeboten wird. Sicherlich kann man über die Gefahren reden, die enstehen wenn man ein Programm auf dem Computer ausführt, das aus dem Internet stammt. Aber sieht man darin allen erstes eine Willenserklärung in der Form, dass die Verbidung mit einem 0190 Service aufgebaut werden soll. Da braucht man schon eine ganze Menge Phantasie dazu.

    Es gibt eine einfache Lösung, die das Problem schnell und effektiv beseitigen kann. Die Anbieter von 0190 Diensten, die von einem Computer aus angewählt werden, müssen das Inkasso selbst machen. Die Telekom stellt nur die Adressdaten zur Verfügung. Und schon wird sich das Problem von ganz alleine erledigen. Die Abzocke funktioniert nur solagen man sich hinter einer inkassoverpflichteten Telekom verstecken kann.

  • Am 31. März 2002 um 15:14 von nibor dooh

    mafia-ähnliches Verhalten
    Vielleicht wird es langsam Zeit den Firmen das mal auf die harte Tour zu verklickern das ihre Gechäfte nicht erwünscht sind. Wenn Gesetze nicht in der Lage sind den Verbraucher zu schützen, wird wohl wieder das Faustrecht einzughalten :(

    Man kann nur hoffen das vom Gesetzgeber gehandelt wird und vor allem die Beweislast vom Kunden zu den Telefonfirmen delegiert wird: Wenn ein Kunde 10000Euro durch ein 0190-Nummer auf seiner Telefonrechnung hat und er Einspruch erhebt, sollte die Telefonfirma nachweisen das der Betrag rechtmässig zustandegekommen ist und nicht der Kunde. Noch besser wäre, wenn der 0190-Anbieter nachweisen muss, dass vom Kunden ein autorisierter Vertrag über den "Dienst" bestand. Bei diesen Summen um die es sich dort handelt ist ein schriftlicher Vertrag ja wohl das mindeste. Keiner normaler Mensch kauft sich für tausende Euro eine Dienstleistung ohne Vertrag!

    Dieses Mafia-ähnliche Verhalten schadet vor allem den Telefonfirmen. Das Image der 0190-Nummern ist sowieso schon ziemlich schlecht obwohl die Idee dahinter garnicht mal so verkehrt ist. Aus Eigeninteresse sollten Telekom,Arcor und wie sie alle heißen, dort mal gross reinemachen.

  • Am 31. März 2002 um 17:33 von Sonny

    0190-Dialer: uih wie lieb‘ von den Anbietern
    Nun wollen diese Anbieter also einheitliche Standards…..WOW, wie nett von Denen…..soll nun so langsam die 0190-Nummern rechtlich legitim werden!! Uih, super……arme Kunden, die solche Dialer-Programme dann untergejubelt bekommen…..ist ja alles rechtlich dann in Ordnung…..

    Und so etwas soll man sich dann noch bieten lassen!

    Mal ernsthaft, wer sich schonmal auf 0190-Nummern via Internet eingewählt hat, wird ganz schnell feststellen, dass er mindestens zehn Minuten suchen muss, bis er zum gewünschtem Ergebnis kommt…..toll 20 Euro weg ……so etwas macht man nur einmal….

    Aber noch viel schlimmer:

    1.) verdient die Telekom an solchen 0190-Nummern mit

    2.)eine wasserdichte Möglichkeit sich vor gewissen untergejubelten Programmen zu schützen, gibt es nicht, erstrecht nicht, wenn man sich über Einwahlprogramme einwählt……

    Also nun, was soll man von solch einer Standardisierung der 0190-Nummern halten…….Legitimation zur Abzocke, anderes kann es jawohl nicht bedeuten, und ein Kunde der mit untergejubelten 0190-Dialern hereingelegt wurde, hat dann keine Chance mehr sich zu wehren…..ist ja alles dann standardisiert und in Ordnung …….na super……

    zahle schön deine Telekomrechnung, oder gehe bei und macht es genauso wie die 0190-Anbieter und zockt die Anderen ab…….

    ….armes Deutschland, aber halt alles schön legitim und standardisiert……

    Und nun sind die Hintergründe einer gewollten Standardisierung wohl allen klar……was für ’ne Schweinerei

  • Am 2. April 2002 um 8:42 von J. Mayershofer

    0190 am Anschluss sperren….
    wer keine 0190-nummern zum überleben braucht, sollte einmalig ca. 7,50 € investieren und die 0190-vorwahl beim telefonprovider am anschluss sperren lassen. selbst bei verwendung von call-by-call-vorwahlen etc. m. w. ein guter schutz.

  • Am 2. April 2002 um 9:02 von feiger politiker

    3 Fragen
    DIALER SIND NUR ZUR ABZOCKE GEDACHT. ES GIBT KEINEN DIENST, KEINEN SINN, schon gar nicht bei 900 Euro/Anruf!!!

    WO BIST DU, GROSSE TELEKOM? ES IST AN DER ZEIT MACHT ZU DEMONSTRIEREN – FÜR DEINE KUNDEN!!!

    SCHLUSS MIT DER ABZOCKE

    Wo sind die Richter und Schlauen dieses Landes, die sonst alles reglementieren, immer wissen, warum eine Ampel oder ein Parkverbot sinnvoll ist? Jetzt wäre es an der Zeit, etwas zu tun. Beinahe hätte ich es vergessen: "rein rechtlich ist alles ok" (ich erinnere an die Regierungsposse letzte Woche) – na klar, dann wird es Zeit UNSER RECHT ZU VERÄNDERN!!!!!!!!!!!!!

  • Am 3. April 2002 um 21:14 von O-Brian

    Dialer dilemma
    Tja wenn man sich so ein Teil einfängt ist man auch irgendwo selbst schuld. erstens fliegen bei mir alle Mails mit fragwürdigem Inhalt oder unbekanntem Absender gleich in die Tonne und Porno und sonstige Sexseiten surft man am besten nicht an.

    Andererseits kann man(n) oder frau sich auch eine (A)DSL oder sonstige Netzanbindung besorgen oder über einen Linuxrouter Surfen. da kann einem der ganze einwahlschnickschnack gestohlen beleiben.

    M$ ist das dämlichste Betriebssystem was auf dem Markt ist und mit XP schiesst sich der Anwender gleich ins eigene Bein.

    Denn Microsoft hat ein sog. remote-Desktop-management in Win XP eingebaut (BIG BILL IS WATCHING YOU)und das System schickt automatisch eine Statusmeldung an Microsoft nach einem Systemabsturz und ähnlichem.

    Am besten ist dabei noch der Mediaplayer 8.x in Win XP der sich ALLE jemals abgespielten MP3s, Divx, Avis etc. merkt und das auch an KLeinweich übermitteln kann. (Tja da ist nix mehr mit File-sharing Diensten, da M$ ja jedem ans Bein pinkeln kann.

    ES LEBE LINUX

    Linux is like a Tippi: No Gates, No Windows an an Apache inside !!

  • Am 17. Mai 2002 um 13:34 von Manfred Rockser

    Abzocke
    Gemeinsame Standards und dergleichen alles Käse. Solang die Telekom und andere Telefonanbieter offensichtlich kräftig mitverdienen wird sich das Problem nicht lösen. Hier ist die Justiz gefragt.

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