Franzose wegen antisemitischer Texte im Internet verurteilt

Mordaufrufe in Diskussionforen wurde mit 18 Monaten Gefängnis auf Bewährung bestraft

Wegen der Verbreitung antisemitischer Texte im Internet ist ein Mann in Paris am Dienstag zu 18 Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden. Der 36-Jährige habe sich unter anderem wegen rassistischer Diffamierung, Aufruf zu rassistischer Diskriminierung und Anstiftung zu Verbrechen schuldig gemacht, befand das Gericht.

In einer Serie von Texten hatte Redoune Taleb von September bis November 2000 mehrfach zum Mord an Juden aufgerufen und den Holocaust als „Schwindel“ bezeichnet. Seine Äußerungen verbreitete er in verschiedenen Diskussionsforen im Internet.

Der Bewegung gegen den Rassismus (MRAP) und einem Nachbarn des Verurteilten wurden jeweils 1500 Euro Schadenersatz zugesprochen. Zudem muss Taleb eine Geldstrafe von 70 Euro zahlen. Seine Äußerungen hatte er mit den Entwicklungen im Nahost-Konflikt gerechtfertigt; dieses Argument wiesen die Richter zurück.

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