Kuba verbietet privaten PC-Kauf

"Hätten wir kein Embargo, dann hätten wir Computer für alle"

Die kubanische Regierung hat in aller Stille den Kauf von PCs und Computerzubehör durch Privatpersonen verboten. Nur wer ein staatliches Zertifikat laut Regierungsanordnung 383/2001 nachweisen kann, darf sich einen Rechner mit nach Hause nehmen. Das berichtet „Wired“ mit Berufung auf das von Exil-Kubanern in Miami zusammengestellte und daher regierungsfeindliche Cubanet.

PC-Shops auf der sozialistisch regierten Zuckerrohrinsel seien seit Januar in zwei Bereiche aufgeteilt: Der gut ausgestattete für autorisierte Käufer, der lediglich mit Disketten und CDs versehene für Privatkunden.

Wired hat nach eigenen Angaben versucht, die mit Vorsicht zu genießende Information von Cubanet „mehrere Dutzend Male“ zu überprüfen, habe jedoch in keinem Falle eine Antwort von angeschriebenen Computerläden auf Cuba bekommen. Der kubanische Regierungssprecher Luis Fernandez habe aber auf die Frage nach der neuen Regelung geantwortet: „Hätten wir kein Embargo, gäbe es Computer für alle.“ Die US-Regierung hat über den wesentlich kleineren Nachbarn seit gut vier Jahrzehnten ein Wirtschaftsembargo verhängt.

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2 Kommentare zu Kuba verbietet privaten PC-Kauf

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  • Am 25. März 2002 um 19:43 von TeleMicha

    Kuba
    Am US-amerikanischen Wesen soll die Welt genesen…

  • Am 27. März 2002 um 13:24 von Peer Kahrs

    Kuba
    Die eigentliche Schweinerei ist doch wohl, dass die USA alles versuchen die kubanische Regierung in die Knie zu zwingen, um alte Ansprüche geltend machen zu können.

    Zu Leiden hat die kubanische Bevölkerung unter einer gehäßigen Außenpolitik der USA, die schon lange nicht gerechtfertigt ist.

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