Fusion von HP und Compaq kostet in Deutschland Hunderte Stellen

Jeder zehnte Mitarbeiter muss gehen / Aktionäre entscheiden in einer Woche über Zusammengehen

Die geplante Fusion zwischen den US-Computerfirmen Hewlett Packard (HP; Börse Frankfurt: HWP) und Compaq (Börse Frankfurt: CPQ) wird in Deutschland Hunderte Arbeitsplätze kosten. „Gut zehn Prozent der Stellen in Deutschland werden wegfallen“, sagte Compaq-Sprecher Herbert Wenk dem Wirtschaftsmagazin „Focus-Money“.

Insgesamt beschäftigen demnach beide Firmen derzeit 7600 Mitarbeiter in der Bundesrepublik. Über den Zusammenschluss müssen die Aktionäre in der kommenden Woche entscheiden. Die US-Aufsichtsbehörde FTC hatte vor wenigen Tagen der umstrittenen Mega-Fusion zugestimmt (ZDNet berichtete). Die Bundeshandelsbehörde habe beschlossen, den Zusammenschluss ohne Auflagen zu billigen, teilte Hewlett-Packard mit.

Das Unternehmen zeigte sich von der Entscheidung erleichtert. Sie sei ein wichtiger Schritt im Zustimmungsprozess. Die EU-Kommission hatte das Vorhaben bereits Ende Januar ohne Einschränkungen genehmigt (ZDNet berichtete). HP und Compaq würden zusammen mit jährlichen Umsätzen von 87 Milliarden Dollar (rund 99 Milliarden Euro) zur weltweiten Nummer eins auf dem PC-Markt aufsteigen. Allerdings braucht die Fusion noch die Zustimmung der Aktionäre. Besonders unter den Anteilseignern von HP ist das Vorhaben umstritten.

Die Erben der Firmengründer Hewlett und Packard sind dagegen; sie halten als HP-Großaktionäre insgesamt 18 Prozent an dem Unternehmen.

HP lädt seine Anteilseigner für den 19. März zu einer außerordentlichen Hauptversammlung, am 20. März sollen auch die Compaq-Aktionäre über das milliardenschwere Vorhaben entscheiden. Details und Stimmen zum Megadeal bietet ZDNet in einem Spezial.

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